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"Suchtpotenzial stillen": Ex-Raser organisiert legale Rennen

Brilon  

"Suchtpotenzial stillen": Ex-Raser organisiert legale Rennen

17.04.2019, 05:47 Uhr | dpa

"Suchtpotenzial stillen": Ex-Raser organisiert legale Rennen. Ex-Raser Nico Klassen

Der Ex-Raser Nico Klassen, steht neben einer Startampel. Foto: Guido Kirchner (Quelle: dpa)

Mit Autorennen auf abgesicherten Strecken möchte ein ehemaliger Raser junge Auto-Tuner von den Straßen locken. Vier Mal im Jahr bietet Nico Klassen in Nordrhein-Westfalen legale Rennen an, auf einem Flugplatz in Brilon im Sauerland und einer Teststrecke in Aldenhoven nahe Aachen. Solche Angebote müsse es in ganz Deutschland geben, sagt der 39-Jährige, der früher illegale Straßenrennen fuhr. "Aber Politik und Verwaltung ignorieren meine Vorschläge", sagt Klassen. In Dubai und Russland habe er bereits geholfen, gesicherte Strecken für Privatleute zu planen. Am Karfreitag finden vielerorts in Deutschland erfahrungsgemäß illegale "Car-Freitag"-Rennen statt.

Klassen sieht in legalen Rennen die einzige Möglichkeit, die Geschwindigkeits-Junkies davon abzuhalten, in Innenstädten um die Wette zu fahren und so Menschenleben zu gefährden. "Ich will das Suchtpotenzial der Geschwindigkeit ein Stück weit stillen", sagt Klassen. Selbst die erneute Verurteilung zweier Raser wegen Mordes in Berlin werde die meisten nicht beeindrucken. "Sie fühlen sich unbeobachtet und denken, dass sie nie erwischt werden. Mich hätte damals auch kein Urteil, kein Gesetz abgeschreckt."

In den 90er Jahren fuhr Klassen im westfälischen Hamm selbst bei illegalen Straßenrennen mit. Doch nach dem tödlichen Unfall eines Freundes verabschiedete er sich von der Tuning-Szene. Seit 2006 richtet er legale Rennen aus. Das nächste Viertelmeilen-Rennen in Brilon findet Ende April statt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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