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Wald-Betretungsverbot nach Wolfschutz-Aktionen nicht bindend

Rodewald  

Wald-Betretungsverbot nach Wolfschutz-Aktionen nicht bindend

17.04.2019, 16:28 Uhr | dpa

Zwei Jagdgenossenschaften im Territorium des Problemwolfes im Kreis Nienburg haben nächtliche Betretungsverbote für den Wald ausgesprochen. Hintergrund seien Störaktionen von Wolfsschützern, sagte Kreislandwirt Tobias Göckeritz der Deutschen Presse-Agentur. "Die Aktivisten beunruhigen das Wild". Die Feld- und Waldbesitzer in Sonnenborstel und Steimbke wollen für die Jagd auf Wildschweine in Vollmondnächten Ruhe im Gelände herstellen. Zuvor hatte die Zeitung "Die Harke" über das Verbot berichtet, das seit diesem Mittwoch (17.4.) an für eine Woche zwischen 18.00 und 8.00 Uhr gelten soll.

Nach Einschätzung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ist eine Sperrung des Waldes durch eine Jagdgenossenschaft allerdings nicht möglich. Grundlage hierfür sei das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung. Unter gewissen Umständen könnten zwar Betretungsverbote gewährt werden, der zuständige Landkreis Nienburg habe aber hierfür jedoch nicht die Genehmigung erteilt. Daher sei die Sperrung rechtlich nicht bindend.

Die Behinderung der Wildschweinjagd sei ein massiver Folgeschaden nach Freigabe des Rodewalder Rüden zum Abschuss Ende Januar, erklärte Göckeritz. "Der Wolf lebt noch", sagte am Mittwoch eine Ministeriumssprecher. "Es gibt mindestens einen weiteren Vorfall, und es hat auch Sichtungen des Wolfs beziehungsweise des Rudels gegeben." Die Suche werde durch Wolfsschützer beeinträchtigt: "Wir haben Kenntnis darüber, dass es dieses Verhalten weiterhin gibt: Es finden Nachtwanderungen statt, es finden Wanderungen mit Hunden tagsüber statt und so weiter." Der Naturschutzbund Nabu hatte dagegen mehrfach betont, ihm seien keine Störaktionen bekannt.

Der Problemwolf mit der Kennung GW717m soll zahlreiche Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys. Die Ausnahmegenehmigung zum Töten des Rüden wurde bis Ende April verlängert. Die in Deutschland streng geschützten Wölfe dürfen nur im Ausnahmefall getötet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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