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Großbrand am Beiloch-Stausee: Katastrophenfall ausgerufen

Wilhelmsdorf  

Großbrand am Beiloch-Stausee: Katastrophenfall ausgerufen

23.04.2019, 17:21 Uhr | dpa

Großbrand am Beiloch-Stausee: Katastrophenfall ausgerufen. Ein Polizeihubschrauber löscht einen Brand

Ein Polizeihubschrauber löscht einen Brand im Wald an der Bleilochtalsperre. Foto: Bodo Schackow (Quelle: dpa)

Wegen eines wieder aufgeflammten Waldbrandes am Bleiloch-Stausee in Südostthüringen hat der Saale-Orla-Kreis am Dienstag den Katastrophenfall ausgerufen. Der Brand an einem Steilhang bei Saaldorf habe ein Waldgebiet von rund 15 Hektar erfasst, teilte das Landratsamt mit. Am Abend meldeten die Verantwortlichen von dort, der Brand sei unter Kontrolle.

Über Nacht sollten die zeitweise bis zu 150 Einsatzkräfte sukzessive auf 50 Helfer reduziert werden. "Sie sind als Brandwachen im Einsatz und bewässern den trockenen Waldboden", sagte eine Sprecherin. Auch ein Löschhubschrauber der Polizei Würzburg war in den Abendstunden über dem Brandgebiet unterwegs. Die Helfer hofften, dass der Wind das an allen zugänglichen Bereichen des Steilhangs bereits gelöschte Feuer in der Nacht nicht erneut anfachen würde.

Am Dienstag wurden in Saaldorf Einsatzkräfte von außerhalb des Kreises benötigt, da die in der Region verfügbaren Feuerwehrleute wegen der langen Einsatzzeit teils erschöpft waren. Menschen waren laut Landratsamt bis zum Dienstagabend nicht in Gefahr. Auch Wohnhäuser oder sonstige Gebäude waren von dem Feuer nicht bedroht.

Das Feuer an dem aufgestauten See der Saale war erstmals am Ostersonntag auf 2000 Quadratmeter Fläche ausgebrochen und am Montagnachmittag zunächst gelöscht gewesen.

Ein Katastrophenfall werde aber auch ausgerufen, wenn Sachwerte bedroht seien oder eine zentrale Koordinierung der Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen erforderlich sei, so die Kreisverwaltung. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen der Häuser geschlossen zu halten. Über dem bei Wassersportlern und Camping-Freunden beliebten Stausee stand nach Angaben der Feuerwehr eine weithin sichtbare Rauchwolke.

Im Einsatz waren am Dienstag teilweise bis zu 150 Angehörige von Feuerwehren aus 12 Orten des Kreises. Sie werden von Kameraden aus Töpen, Lichtenberg und Selb im benachbarten Oberfranken unterstützt. Die Löscharbeiten bei windigem Wetter gestalteten sich laut Katastrophenstab im Landratsamt wegen der Hanglage äußerst schwierig. Auch das Technische Hilfswerk war vor Ort, sagte eine Sprecherin des Katastrophenstabs. Am Abend beleuchtete es den Einsatz.

Auch die Kriminalpolizei beschäftigt der Brand, sie ermittelt in alle Richtungen. Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Saalfeld am Dienstag. Nach Polizeiangaben hatten Zeugen kurz vor Ausbruch des Feuers ein knallartiges Geräusch gehört.

Über Ostern waren landesweit mehrere Brände gemeldet worden, darunter auch am Hohenwarte-Stausee in Wilhelmsdorf, einem weiteren Saale-Stausee im Saale-Orla-Kreis. Dort hatte am Montag ein Stück Laubwald auf einer Fläche von 200 Quadratmetern Feuer gefangen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Ersthelfer konnten Schlimmeres verhindern. Sie dämmten die Flammen mit Feuerlöschern ein, die Baumkronen blieben unbeschädigt. In Sondershausen (Kyffhäuserkreis) löschte die Feuerwehr am Ostermontag einen Böschungsbrand an einem Wald. Betroffen waren 2500 Quadratmeter Fläche.

Die Landesforstanstalt registrierte während der Feiertage zwei Waldbrände - in einem Park im Willroder Forst bei Erfurt und in Schleiz. Insgesamt rund zwei Hektar Fläche seien betroffen gewesen, sagte Thüringenforst-Sprecher Horst Sproßmann. Im Willroder Forst hatten Zeugen mehrere Jugendliche beobachtet, die kurz vor dem Brand aus dem Park heraus rannten. Auch dort ermittelt die Polizei.

Landesweit herrschte in Thüringen am Dienstag die mittlere Waldbrandwarnstufe 3.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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