Regional

Kiel

Landtagswahl: Kieler OB Kämpfer lehnt Spitzenkandidatur ab

24.04.2019, 11:03 Uhr | dpa

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Foto: Markus Scholz/Archiv

Diesen Artikel teilen

Bei der Suche nach ihrem Spitzenkandidaten zur nächsten Landtagswahl kann die SPD nicht mehr mit Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer rechnen. Der Sozialdemokrat erteilte seiner Partei am Mittwoch eine klare Absage. "Ich werde 2022 nicht als Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein antreten", sagte der 46-Jährige vor Journalisten.

Es habe ihn bisher nichts so sehr erfüllt im Leben wie die bisherigen fünf Jahre als Oberbürgermeister in Kiel, nannte Kämpfer als Motivation. Die aus heutiger Sicht eher schlechten Siegchancen für die SPD spielten keine Rolle. "Das kann sich so schnell ändern", sagte Kämpfer.

Er kandidiere bei der Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober dieses Jahres für die ganze Legislaturperiode von sechs Jahren, betonte er. Der Stadt täte Kontinuität an der Spitze der Verwaltung gut, sagte Kämpfer unter Hinweis auf viele angestoßene Projekte und Herausforderungen in diversen Bereichen. Kämpfer galt bisher als ein Hauptfavorit für die Spitzenkandidatur der SPD zur nächsten Landtagswahl. Spekulationen rankten sich auch um die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, Samiah El Samadoni.

Eine zentrale Rolle bei der Kandidatenfindung kommt der neuen SPD-Landesvorsitzenden Serpil Midyatli zu. Sie gab sich am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gelassen auf Kämpfers Entscheidung, während Landtagsfraktionschef Ralf Stegner keinen Kommentar abgeben wollte.

"Ulf Kämpfer ist ein großartiger Oberbürgermeister und macht eine tolle Arbeit in der Landeshauptstadt Kiel - ich freue mich sehr, dass wir mit ihm auch weiterhin in Kiel an der Spitze einen starken Sozialdemokraten haben werden", sagte Midyatli. Ob sie Kämpfers Entscheidung überrascht habe? "Eigentlich nicht, denn er ist gerne Oberbürgermeister." Kämpfer mache einen tollen Job und habe viele Projekte auf den Weg gebracht, so in der Digitalisierung, bei der Mittelstandsförderung, bei der Entwicklung des Hafens und beim Bau bezahlbarer Wohnungen. Er sei ein Mann der Taten und wolle diese auch umsetzen. "Ich freue mich sehr für die Landeshauptstadt Kiel", sagte Midyatli.

Kämpfer habe sie über seine Entscheidung informiert. Auf die Frage nach dem potenziellen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl sagte die Landesvorsitzende: "Dafür ist es noch viel zu früh". Die SPD müsse sich zunächst inhaltlich viel klarer profilieren. "Die Landtagswahl ist erst 2022 - von daher haben wir genügend Zeit, uns da aufzustellen und wir haben auch genügend Potenzial innerhalb der Partei." Sie sei da guter Dinge. In der SPD sei auch ausreichend personelles Potenzial vorhanden. Auf die Frage nach eigenen Ambitionen auf die Spitzenkandidatur wich Midyatli aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Diesen Artikel teilen