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Brexit-Gezerre befeuert Nachfrage nach deutschem Pass

Darmstadt  

Brexit-Gezerre befeuert Nachfrage nach deutschem Pass

28.04.2019, 09:34 Uhr | dpa

Brexit-Gezerre befeuert Nachfrage nach deutschem Pass. Britischer und deutscher Reisepass

Ein britischer und ein deutscher Reisepass. Foto: Britta Pedersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Angesichts des Hin und Her um einen Brexit in den vergangenen Monaten wollen immer mehr Briten in Hessen deutsche Staatsbürger werden. Bis zum 10. April sind in den Regierungspräsidien Darmstadt, Kassel und Gießen 724 Anträge eingegangen. Die Zahl liegt nach drei Monaten fast auf dem Niveau des gesamten Vorjahres von 748. "Als Ursache für den weiterhin hohen Anteil an Einbürgerungen von britischen Antragstellern kann nur der drohende Brexit vermutet werden", sagte Dirk Becker, zuständiger Dezernatsleiter beim Regierungspräsidium Gießen.

Die meisten Einbürgerungsanträge im laufenden Jahr stellten Briten in Südhessen (600), dann folgen Nordhessen (65) und Mittelhessen (59). Ursache dieser Verteilung ist dem Regierungspräsidium Darmstadt zufolge das Finanzzentrum Frankfurt, in dem viele Briten leben. Anträge auf Einbürgerung werden bei der Wohnortkommune gestellt und dann an die Regierungspräsidien weitergeleitet. Befeuert hat die Entwicklung nach Einschätzung von Behörden die Ungewissheit über den britischen EU-Austritt, der ursprünglich Ende März erfolgen sollte.

Grundsätzlich sei nur während der EU-Zugehörigkeit Großbritanniens gleichzeitig die deutsche und die britische Staatsangehörigkeit möglich, teilte das Regierungspräsidium Gießen mit. Im Falle eines No-Deal-Brexits - also ohne Abkommen - könnten Bewerber die britische Staatsangehörigkeit nur behalten, wenn der Einbürgerungsantrag vor dem Austritt aus der EU gestellt werde. Trotz einer Verschiebung des Brexits auf den 31. Oktober sei ein rascher Austritt weiter möglich. Man rate daher Betroffenen, möglichst schnell einen Einbürgerungsantrag zu stellen.

Die Bearbeitungszeit der Einbürgerungsanträge beträgt in der Regel drei Monate. Sie ist abhängig davon, wie schnell die Regierungspräsidien Rückmeldung der beteiligten Behörden erhalten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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