Sie sind hier: Home > Regional >

Über 50 000 Menschen bei Maikundgebungen in Niedersachsen

Hannover  

Über 50 000 Menschen bei Maikundgebungen in Niedersachsen

01.05.2019, 02:26 Uhr | dpa

Über 50 000 Menschen bei Maikundgebungen in Niedersachsen. 1. Mai in Lehrte

Ein Rentner auf einer Bank mit der Aufschrift "Rente: Kurswechsel jetzt" bei einer DGB-Veranstaltung zum 1. Mai. Foto: Julian Stratenschulte (Quelle: dpa)

Mehr als 50 000 Menschen haben bei den Maikundgebungen der Gewerkschaften in Niedersachsen dafür demonstriert, Europa nicht auseinanderdriften zu lassen. Niedersachsens DGB-Landeschef Mehrdad Payandeh rief bei der Mai-Kundgebung in Oldenburg dazu auf, sich an der Europawahl am 26. Mai zu beteiligen. "Wir wollen Europa besser machen und nicht abwickeln", rief Payandeh. In einem "Ozean der Unvernunft" sei Europa eine Insel der Stabilität und des Friedens.

Zugleich kritisierte der Gewerkschafter aber, eine Politik des Sparens habe die Armut vor allem in südeuropäischen Länder explodieren lassen. "Gerade weil wir Europa so brauchen, dürfen wir es nicht schönreden. Eine ehrliche Kritik gehört dazu", sagte der DGB-Landeschef.

Rund 51 000 Menschen nahmen nach Angaben des DGB an den Kundgebungen in Niedersachsen teil, davon 10 000 in Hannover, 7500 in Braunschweig, 4750 in Wolfsburg und 4500 in Salzgitter.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rief in seiner Rede in Lehrte bei Hannover angesichts des Strukturwandels in der Arbeitswelt die Unternehmen dazu auf, verstärkt in Weiterbildung zu investieren. "Wir müssen aufpassen, dass die Arbeitnehmer von heute auch die Chance haben, die Arbeit von morgen zu machen", sagte Heil bei der Kundgebung, zu der auch Justizministerin Katarina Barley gekommen war, die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl ist.

Barley warnte zum Tag der Arbeit vor der Entstehung eines neuen Prekariats durch die Digitalisierung. Hinter vielen Plattformen und Diensten verberge sich "ein wachsendes Heer an Solo- und Scheinselbstständigen". "Menschliche Arbeit muss ihren Wert haben, auch bei neuen digitalen Geschäftsmodellen", forderte die Ministerin.

Arbeitsminister Heil betonte: "Nach allem, was wir wissen, wird uns in Deutschland auch in Zukunft die Arbeit nicht ausgehen." Die Digitalisierung verändere die Arbeitswelt aber rasant. "Wir müssen keine Angst vor dieser Entwicklung haben", sagte der Minister.

Vor allem im Handel, bei Banken und Versicherungen werde die Arbeit von Menschen immer mehr ersetzt durch die Digitalisierung und durch künstliche Intelligenz. Im Gegensatz dazu werde der Bedarf an Beschäftigten in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie in der Bildung in den kommenden Jahren aber stark zunehmen, sagte Heil. Er kritisierte vor allem die Pflegebranche: "Der Fachkräftemangel ist hausgemacht. Das hat damit zu tun, dass die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Altenpflege nicht gut sind."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal