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Auf den Spuren des Göhrdemörders: Einheit für "Cold Cases"

Lüneburg  

Auf den Spuren des Göhrdemörders: Einheit für "Cold Cases"

07.05.2019, 02:24 Uhr | dpa

Auf den Spuren des Göhrdemörders: Einheit für "Cold Cases". Polizeiautos

Göhrdemörder: Polizei berichtet über Spurenauswertung. Foto: Philipp Schulze/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders von Lüneburg will die Polizei am Dienstag (14.00 Uhr) über den Stand der Ermittlungen berichten. Ein ehemaliger Friedhofsgärtner gilt als Verantwortlicher für zwei Doppelmorde in der Göhrde im Jahr 1989, der Mann starb 1993.

Im früheren Haus des Mannes wurde im September 2017 am Stadtrand von Lüneburg zudem die Leiche einer seit 1989 verschwundenen Frau gefunden. Später wurde das Gebäude durchsucht, die Polizei sicherte etwa 400 Gegenstände und Spuren. Rund 200 der Asservate gingen ans Landeskriminalamt Hannover, die Ermittlungsgruppe Göhrde will über die Auswertung informieren.

Außerdem soll am Beispiel der Ermittlungsgruppe die neu eingerichtete Einheit "Cold Case" vorgestellt werden, die sich mit seit Jahren nicht geklärten Fällen beschäftigen soll. "Die Ermittlungsgruppe Göhrde soll später in dem neuen Sachgebiet aufgehen", erklärte ein Polizeisprecher.

Im Zusammenhang mit dem Friedhofsgärtner prüfen die Ermittler bereits mögliche Verbindungen zu mehr als 200 Taten, darunter Vermisstenfälle und Vergewaltigungen. Die Polizei hat ein Bewegungsbild des Mannes erstellt, der längere Zeit auch in Karlsruhe lebte.

Im vergangenen Jahr hatte die Polizeidirektion Lüneburg eine Clearingstelle bei der Ermittlungsgruppe Göhrde eingerichtet. Andere Dienststellen im In- und Ausland sollen sich mit ihr in Verbindung setzen und so ihre Fälle anhand der Göhrdemorde abgleichen. In dem Waldgebiet östlich von Lüneburg waren 1989 zwei Paare getötet worden, der Gärtner gilt als Verantwortlicher. Die zwei Doppelmorde sorgten damals bundesweit für Schlagzeilen.

Im April 1993 beging der Mann Selbstmord, als er wegen anderer Vorwürfe in U-Haft saß. Gegen Tote wird nicht ermittelt, doch zumindest in einigen Fällen soll er laut Polizei von einem als Beschuldigten geführten möglichen Komplizen unterstützt worden sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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