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"Schwarzes Haus": Künstler muss 10 000 Euro zahlen

Pforzheim  

"Schwarzes Haus": Künstler muss 10 000 Euro zahlen

08.05.2019, 11:23 Uhr | dpa

"Schwarzes Haus": Künstler muss 10 000 Euro zahlen. Streit um "Schwarzes Haus" beendet

Der Architekt und Galerist Andreas Sarow steht vor einer Villa, die er komplett schwarz anstreichen ließ. Foto: Uli Deck/Archivbild (Quelle: dpa)

Weil er seine denkmalgeschützte Villa schwarz angemalt hat, muss ein Pforzheimer Künstler ein Bußgeld von 10 000 Euro zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe hat das Bußgeld auf diesen Betrag herabgesetzt. Das Amtsgericht hatte den Künstler zur Zahlung von 30 000 Euro verurteilt. Wie das OLG am Mittwoch mitteilte, erging der Beschluss nach Zustimmung aller Beteiligten. Damit sei das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen.

In dem Fall ging um eine nicht genehmigte Kunstaktion des Diplom-Ingenieurs und Galeristen Andreas Sarow. Als damaliger Besitzer hatte er im Jahr 2015 das etwa 100 Jahre alte Haus über Nacht schwarz anmalen lassen - inklusive Fenster. Das Anstreichen führte nach den Feststellungen des Amtsgerichts zwar "zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der materiellen Substanz des Fassadenanstrichs". Die inzwischen verkaufte Villa ist nun komplett denkmalgerecht saniert, längst wieder weiß und dem OLG zufolge damit in einem besseren Zustand als vor dem Erwerb durch Sarow.

Die Stadt Pforzheim hatte wegen der ungenehmigten Aktion ursprünglich ein Bußgeld von 50 000 Euro verhängt. Dagegen hatte der Künstler Widerspruch eingelegt. Er wollte nur 2500 Euro zahlen. Sarow sieht das OLG-Urteil als "Ohrfeige für den zuständigen Richter des Amtsgerichts Pforzheim und des Denkmalpflegers". Er will die 10 000 Euro für einen nicht näher bezeichneten Zweck spenden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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