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Partygast zu Prozessauftakt: Tödlicher Schuss ein Versehen

Bückeburg  

Partygast zu Prozessauftakt: Tödlicher Schuss ein Versehen

15.05.2019, 12:01 Uhr | dpa

Partygast zu Prozessauftakt: Tödlicher Schuss ein Versehen. Der Niedersächsische Staatsgerichtshof

Der Niedersächsische Staatsgerichtshof mit Landgericht, Amtsgericht und Staatsanwaltschaft. Foto: Holger Hollemann/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er einen jungen Mann bei einer privaten Feier in Steinbergen getötet haben soll, muss sich ein 29-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht Bückeburg verantworten. Zum Prozessauftakt stellte der Angeklagte den tödlichen Schuss als Versehen dar, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Demnach habe er lediglich mit der Waffe in der Bauchtasche seines Kapuzenpullovers herumgespielt, als sich der Schuss löste.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor. Der Deutsche soll im Dezember 2018 mit dem 22-Jährigen aus Porta Westfalica (NRW) bei der Feier gestritten haben. Daraufhin verließ er laut Anklage die Wohnung, kam einige Zeit später zurück und schoss aus der Bauchtasche heraus auf den Kontrahenten. Beide hatten sich nach Angaben des 29-Jährigen vor dem Treffen in der Wohnung in Steinbergen nicht gekannt.

Das Opfer hatte der Gerichtssprecherin zufolge links von dem mutmaßlichen Täter am Tresen gesessen und wurde in die rechte Bauchgegend getroffen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zahlreiche Gäste in der Wohnung in dem zu Rinteln gehörenden Dorf. Nach dem Schuss wurden die Rettungskräfte alarmiert, jedoch starb der 22-Jährige noch während des Einsatzes. Der mutmaßliche Schütze wurde wenig später festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er gab an, die Waffe weggeworfen zu haben.

In dem Prozess sind 17 Zeugen und ein Sachverständiger geladen. Es sind elf Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil könnte nach dieser Planung am 4. Juli gesprochen werden. (Az. 4 Ks 204 Js 11135/18)

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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