Sie sind hier: Home > Regional >

Radfahrer fährt in gespanntes Stahlseil: Schmerzensgeld

Bonn  

Radfahrer fährt in gespanntes Stahlseil: Schmerzensgeld

16.05.2019, 17:14 Uhr | dpa

Radfahrer fährt in gespanntes Stahlseil: Schmerzensgeld. Eine Bronzestatue der Justitia

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Das Bonner Landgericht hat den Inhaber einer Tankstelle in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) zur Zahlung von 4000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Zuvor war an der Tankstelle ein 16-jähriger Radfahrer in ein kaum sichtbares Stahlseil gefahren und hatte sich dabei schwer verletzt. Wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte, muss der verklagte Tankwart darüber hinaus für sämtliche Folgekosten aufkommen, die durch den Unfall entstehen könnten (AZ: LG Bonn 9 O 2/19).

Der Schüler hatte einen Tag vor dem Muttertag 2017 noch Blumen an der Tankstelle holen wollen und hatte mit seinem Fahrrad eine Abkürzung über einen breiten Grünstreifen vor der Tankstelle genommen. Im blendenden Sonnenlicht hatte er nicht gesehen, dass dort in 1,60 Meter Höhe ein Stahlseil zwischen zwei Fahnenmasten gespannt war, das normalerweise als Halterung für Werbeplakate dient. Der Junge war ungebremst in das ein Zentimeter dicke Seil gefahren und hatte sich dabei schwer im Gesicht verletzt. Unter anderem war dem Kläger ein Kieferstück mit drei Zähnen rausgebrochen. Bis heute sind die Verletzungen nicht ausgeheilt, weitere Operationen stehen an.

Der Tankwart habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt, hieß es im Urteil, weil er die Gefahrenquelle nicht gesichert habe. Dabei müsse er auch Schutzmaßnahmen gegen Fehlgebrauch ergreifen, hieß es weiter. Immerhin lade der Grünstreifen vor der Tankstelle, auf dem regelmäßig mehrere Autos ausgestellt sind und der nicht weiter eingefriedet ist, zu einer Abkürzung ein, um den Kiosk auf direktem Wege zu erreichen. Der Junge trage mit 15 Prozent jedoch eine Mitschuld am Unfall, weil er den Radweg verlassen habe und damit ein Risiko eingegangen sei.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal