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Diskussion um Wolf: Jäger finden Gesetzentwurf zu schwammig

Michendorf  

Diskussion um Wolf: Jäger finden Gesetzentwurf zu schwammig

22.05.2019, 16:45 Uhr | dpa

Diskussion um Wolf: Jäger finden Gesetzentwurf zu schwammig. Ein Wolf

Diskussion um "Lex Wolf". Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Das beschlossene Gesetz zum Umgang mit dem Wolf geht dem Brandenburger Landesjagdverband nicht weit genug. "Der strenge Schutzstatus des Wolfes muss aufgehoben werden", sagte Geschäftsführer Matthias Schannwell der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Das Bundeskabinett hatte zuvor am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) gebilligt, der den Abschuss von Wölfen vereinfachen soll.

Schannwell kritisierte außerdem, dass in dem Gesetz die Aussagen über die Rolle der Jäger bei der Entnahme von Wölfen zu schwammig seien. "Wir sind gegen staatliche Wolfsentnehmer, die als bewaffnete Personen in behördlichem Auftrag in unseren Revieren auf Wolfsjagd gehen." Schannwell schlug vor, Schutzjagden wie in Skandinavien zu nutzen. In den nördlichen Ländern legten die Behörden eine Abschussquote fest, wenn sich Schäden häuften.

Die Regulierung durch Schutzjagden kann es nach Aussage des Landwirtschaftsministeriums nicht geben. "Wir reden über ein geschützte Art nach internationalem Recht", sagte ein Sprecher am Mittwoch in Potsdam. Man könne nicht nach "Gutsherrenart" entscheiden, welcher Wolf geschossen werden solle, sondern brauche bundeseinheitliche Regeln, die vor Gericht auch Bestand haben. In dem jetzigen Entwurf für ein bundesweites Gesetz zum Umgang mit dem Wolf fänden sich Teile der Brandenburger Wolfsverordnung wieder, ergänzte der Ministeriumssprecher. "Wir fühlen uns damit bestätigt im Umgang mit dem Wolf".

Dem BUND in Brandenburg geht der bundesweite Gesetzentwurf zu weit. Er sei mit dem Schutzstatus des Wolfes nicht vereinbar, hatte Sprecher Axel Kruschat gesagt. Eine solche Regelung sei nicht zielführend. Sie schade nur dem Naturschutz und helfe auch den Weidetierhaltern nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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