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Kampagne soll Fahrschüler für Organspende sensibilisieren

Ingelheim am Rhein  

Kampagne soll Fahrschüler für Organspende sensibilisieren

27.05.2019, 12:26 Uhr | dpa

Kampagne soll Fahrschüler für Organspende sensibilisieren. Organspendeausweis

Die Rückseite eines ausgefüllten Organspendeausweises. Foto: Marie Reichenbach/Archivbild (Quelle: dpa)

Pro oder contra Organspende: Viele Fahrschüler in Rheinland-Pfalz erhalten künftig Informationen zu der Frage, ob eine Organspende für sie in Frage kommt. Mit einem Info-Flyer will die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz junge Menschen für das Thema sensibilisieren. "Um eine solche Frage, die einen der sensibelsten Bereiche des Menschseins betrifft, beantworten zu können, sind Informationen und Aufklärungsarbeit unerlässlich", sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Montag zum Start der Kampagne in einer Fahrschule in Ingelheim. Anlass der Aktion ist der bevorstehende Tag der Organspende am 1. Juni.

Künftig sollen die Info-Flyer, die auch zwei Organspende-Ausweise beinhalten, den Übungsblättern für den Fahrunterricht beiliegen. Für die Kampagne haben sich das Ministerium, die Fahrlehrer und der Degener Verlag, der die Unterrichtsmaterialien herstellt, zusammengetan. Rund 400 Fahrschulen des Fahrlehrerverbandes Rheinland beteiligen sich an der Aktion. "Die Fahrschule ist eine gute Plattform, um den Jugendlichen näher zu bringen, warum Organspende wichtig ist", sagte der Vorsitzende Joachim Einig. Junge Leute seien gesellschaftlichen Themen gegenüber sehr aufgeschlossen. Allerdings brauche es dafür eine "zielgruppengerechte Aufklärungsarbeit".

Um junge Menschen zu erreichen, setzt die Aktion daher vor allem auf Informationen im Internet. So verweist der Info-Flyer auf ein Kampagnen-Video des Youtubers Mirko Drotschmann, bekannt als "MrWissen2go". Passend zum Kampagnen-Titel "#7LEBEN" erklärt er darin, dass ein Spender bis zu sieben Organe geben und damit Leben retten kann. "Wir möchten zum Nachdenken anregen und für eine rechtzeitige Entscheidungsfindung werben", sagte der Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Matthias Krell, bei der die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz angesiedelt ist.

Wie wichtig es sei, einen Entschluss zu fassen, betonte auch die Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region Mitte, Ana Paula Barreiros. Fast die Hälfte der Entscheidungen, ob die Organe eines Verstorbenen gespendet werden, würden Angehörige auf Basis des vermuteten Willens des Verstorbenen treffen. "Wir müssen daher mit allen unseren Bemühungen darauf hinwirken, dass die Menschen zu Lebzeiten klar Stellung beziehen", sagte Barreiros.

Anders als im Bundestrend ist die Zahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr gesunken. 115 Organe wurden 2018 für eine Transplantation gespendet, 22 weniger als im Jahr zuvor, wie aus DSO-Zahlen Anfang Januar dieses Jahres hervorgeht. Allerdings konnte Barreiros am Montag für die ersten vier Monate auch eine kleine Trendwende vermelden. Demnach hat sich die Zahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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