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Arbeitslosenquote in MV sinkt unter 7 Prozent

Kiel  

Arbeitslosenquote in MV sinkt unter 7 Prozent

29.05.2019, 06:12 Uhr | dpa

Arbeitslosenquote in MV sinkt unter 7 Prozent. Jobcenter

Ein Mann geht zum Eingang des Jobcenters und an einem Schild vorbei, auf dem die Aufschrift "Agentur für Arbeit - Jobcenter" steht. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv (Quelle: dpa)

Die Arbeitslosenzahl in Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals in einem Monat Mai unter die Marke von 60 000 gesunken. Wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, waren zum Monatsende 56 400 Menschen ohne Beschäftigung. Das waren rund 2200 Erwerbslose weniger als im April und 6800 weniger als im Mai 2018. Im Vergleich aller Bundesländer verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern damit den stärksten Rückgang. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte der saisonbedingt immer mehr in Schwung kommende Tourismus gewesen sein.

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber April von 7,1 auf nunmehr 6,9 Prozent. Das ist zwar noch immer eine der höchsten bundesweit. Doch liegt Mecklenburg-Vorpommern nun wieder vor Sachsen-Anhalt (7,1) auf dem viertletzten Rang im Ranking der Bundesländer. Dahinter folgen Berlin (7,8) und Bremen (10,0). Im Durchschnitt waren in Deutschland im Mai 4,9 Prozent der Erwerbstätigen ohne Job. Dem am nächsten kam im Nordosten erneut der Landkreis Rostock mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. Fast doppelt so hoch war sie in der Mecklenburgischen Seenplatte mit 8,4 Prozent.

Erfreulich sei, dass die Arbeitslosigkeit bei allen Alters- und Personengruppen gesunken sei, betonte die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann. Nach ihren Angaben hat sich seit dem höchsten Mai-Wert im Jahr 2005 mit damals 183 900 die Zahl der Arbeitslosen im Nordosten auf knapp ein Drittel verringert.

Doch räumte Haupt-Koopmann ein, dass sich nach dem jahrelangen wirtschaftlichen Hoch "erste, wenn auch noch sehr verhaltene Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung" zeigten. So sei nicht nur die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse weniger stark gewachsen als im Vorjahr. "Auch die Anzahl der bei uns gemeldeten offenen Stellen ist leicht zurückgegangen", sagte sie. Den Arbeitgeberservice-Teams von Arbeitsagenturen und Jobcentern seien seit Jahresbeginn 23 200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 610 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg mit Stand März im Vergleich zum Vorjahr um 5400 auf 569 600 an. Im vergangenen Jahr habe der Zuwachs zur gleichen Zeit bei 9200 gelegen. Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen (+2800), in der Metall- und Elektroindustrie (1300) und im Baugewerbe (1200) seien zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Die Konsumgüterindustrie hingegen habe 1400 Stellen abgebaut.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nannte zwei Gründe für die im Mai deutlich gestiegene Beschäftigung. Das Ergebnis sei Indiz für den bevorstehenden Start der Hauptsaison im Tourismus. Aber auch die Unternehmen investierten weiter. "Es wird weiter eingestellt. Die Zahlen täuschen nicht darüber hinweg, dass wir eine Menge zu tun haben. Wir müssen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu mehr Saisonunabhängigkeit kommen", mahnte der Minister. "Das Wetter darf nicht der Taktgeber für mehr oder weniger Jobs in unserem Land sein."

Glawe forderte die Unternehmen auf, bei der Suche nach Arbeitskräften die Hilfen für "passgenaue Qualifizierungen" zu nutzen und auch Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. "Die Förderung ist auf die Regionen zugeschnitten. Es muss noch besser gelingen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren", betonte der Minister. Etwa jeder dritte Arbeitslose im Land ist inzwischen länger als ein Jahr ohne Job.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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