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Etwa 13 Millionen Tonnen Essen werden pro Jahr verschwendet

Stuttgart  

Etwa 13 Millionen Tonnen Essen werden pro Jahr verschwendet

30.05.2019, 09:44 Uhr | dpa

Etwa 13 Millionen Tonnen Essen werden pro Jahr verschwendet. Ein Teller mit Essensresten

Ein Teller mit Essensresten ist im H4 Hotel am Alexanderplatz auf einem Küchenwagen zu sehen. Foto: Christoph Soeder/Archivbild (Quelle: dpa)

Fast 13 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll. Das zeigen neue Berechnungen der Universität Stuttgart bezogen auf das Jahr 2015, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Mehr als die Hälfte davon (55 Prozent oder knapp 7 Millionen Tonnen) werfen die Verbraucher in den privaten Haushalten weg. Heruntergebrochen auf den Einzelnen sind das 85,2 Kilo Essen pro Jahr, die in Abfalltonnen wandern.

Damit werden nicht nur Obst, Gemüse, Brot und Speisereste selbst verschwendet, sondern auch die Energie, die etwa für Erzeugung und Transport nötig ist. Experten sprechen hier vom ökologischen Rucksack: "Bereits zubereitete Speisen haben den größten ökologischen Rucksack", sagte Studienleiter Gerold Hafner vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft in Stuttgart.

Etwa 11 Prozent der verschwendeten Nahrungsmittel (1,4 Millionen Tonnen) stammen aus der Landwirtschaft, 17 Prozent (2,2 Millionen) aus der Lebensmittelverarbeitung und 13 Prozent (1,7 Millionen) aus der Gastronomie. Der Handel ist für 4 Prozent (0,5 Millionen) verantwortlich.

Hafner und sein Team hatten 2012 - gefördert durch das Bundesernährungsministerium - schon einmal eine Berechnung herausgebracht. Damals waren die Abfälle, die bei den Landwirten anfielen, nicht enthalten. Seither sei die Menge der Nahrungsmittel, die insgesamt weggeworfen wird, etwa gleich groß geblieben, trotz aller Appelle, sorgsamer mit Essen umzugehen. Mehr als die Hälfte der 12,7 Millionen Tonnen sei vermeidbar, sagte Hafner. Die neue Studie wurde vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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