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Linke lässt Landtag über Eisenbahnstrecken beraten

Schwerin  

Linke lässt Landtag über Eisenbahnstrecken beraten

03.06.2019, 06:19 Uhr | dpa

Linke lässt Landtag über Eisenbahnstrecken beraten. Darßbahn

Die Gleise der ehemaligen Darßbahn zwischen Barth und Prerow sind hinter dem Bahnhof mit einem Prellbock blockiert. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv (Quelle: dpa)

Die Zukunft stillgelegter Eisenbahnstrecken in Mecklenburg-Vorpommern wird Thema im Landtag. Die Linke legt für die nächste Parlamentssitzung einen Antrag für die Wiederinbetriebnahme bestimmter Strecken vor, wie die verkehrspolitische Sprecherin der Oppositionsfraktion, Mignon Schwenke, ankündigte.

Hintergrund ist eine Studie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen und der Allianz pro Schiene, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde. Nach Meinung der beiden Verbände lassen sich allein in MV mehr als 230 Kilometer Bahntrassen ohne allzu großen Aufwand reaktivieren. Bundesweit seien es mehr als 3000 Kilometer.

In Mecklenburg-Vorpommern nennen sie sechs Abschnitte: die Darßbahn zwischen Barth und Prerow sowie die teilweise länderüberschreitenden Verbindungen Swinemünde (Swinoujscie)-Ducherow über die Karniner Brücke, Hagenow-Ratzeburg, Meyenburg-Güstrow, Mirow-Wittstock sowie Parchim-Malchow, die 2015 vom Land aufgegebene "Südbahn". Der Verkehr auf den Strecken endete zwischen 1945 und 2015.

Schwenke fordert in ihrem Antrag die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs oder zumindest die Sicherung der von Abriss bedrohten Trasse für die Strecken Parchim-Malchow sowie Plau am See-Güstrow und eine endgültige Entscheidung zur Darßbahn. Für die südliche Anbindung der Insel Usedom per Bahn müssten rasch die Planungen beginnen und das Geld dafür aus dem Sondervermögen Schienenpersonennahverkehr genommen werden.

Dem zuständigen Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) warf Schwenke vor, seit Jahren eine gegen die Bahn gerichtete Politik zu betreiben. Die Abbestellung der Südbahn sorgte für viel Unmut in der betroffenen Region. Bürgerinitiativen sowie die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte setzen sich für die Wiederaufnahme des Betriebs ein. Pegel hatte auf zu geringe Fahrgastzahlen und nötige Millionen-Investitionen in die Trasse verwiesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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