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Das Smartphone als dienstlicher Begleiter für Polizei in NRW

Dortmund  

Das Smartphone als dienstlicher Begleiter für Polizei in NRW

07.06.2019, 02:37 Uhr | dpa

Das Smartphone als dienstlicher Begleiter für Polizei in NRW. Polizeibeamter hält ein Smartphone in der Hand

Ein Polizeibeamter hält ein Smartphone mit speziellen Apps für die Polizeiarbeit in der Hand. Foto: Guido Kirchner (Quelle: dpa)

Blaulicht leuchtet auf, die Durchsage "Bitte Anhalten" ertönt und zwei Beamte klettern aus dem Streifenwagen. Sie stapfen zum Auto vor ihnen, diskutieren mit den Insassen, lassen sich die Ausweise zeigen. Die Polizisten scannen die Dokumente mit dem Smartphones. Innerhalb weniger Sekunden wird ihnen angezeigt, dass die Insassen vorbestraft und gewalttätig sind. Über einen Messenger auf dem Smartphone versenden sie ihren Standort und rufen Verstärkung.

Dieses fiktive Szenario soll Realität werden auf den Straßen von NRW. Am Freitag stellte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sein neues Pilotprojekt vor, bei dem die Polizei Dortmund mit 90 Smartphones ausgestattet wird.

Zunächst stehen den Beamten drei spezifische Programme zur Verfügung - ein Messenger, eine Auskunftsapp und ein Dokumentenscanner. "Das Smartphone bietet besonders im Hinblick auf die Einsatzdauer enorme Vorteile", so Dorian Schmolke, Polizeikommissar aus Dortmund. Er bekam am Freitag im regionalen Trainingszentrum der NRW-Polizei in Dortmund das erste Smartphone (iPhone 8) von Innenminister Reul überreicht.

Personenbezogene Daten sollen nicht auf den Geräten gespeichert werden. Auch die Server seien nicht von anderen Anbietern, sondern intern eingerichtet. Dadurch soll eine möglichst hohe Sicherheit gewährleistet werden.

Innenminister Reul hat sich eine solche Digitalisierung schon länger gewünscht. "Jetzt bin ich zufrieden, das Projekt wurde gründlich durchdacht", so der 66-Jährige. "Damit werden wir im Bereich der mobilen Kommunikation die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands sein. Wir bringen die Technik an den Einsatzort und nicht den Einsatzort zur Technik."

Auch der innenpolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Marc Lürbke, sieht in dem Projekt den richtigen Schritt nach vorne: "Durch den Abbau arbeitsintensiver Bürokratie gewinnen unsere Polizeibeamten so mehr Zeit für ihr Kerngeschäft, den Schutz der Bürger und mehr Sicherheit in NRW."

Neben der Polizei in Dortmund werden auch die Kreispolizeibehörden in Wesel und Recklinghausen Teil des achtwöchigen Pilotprojekts. Ab September sollen dann landesweit 20 000 Smartphones verteilt werden. Bis zum Frühjahr 2020 sollen dann alle Behörden Geräte bekommen haben.

Die Smartphones sind nur ein Schritt bei der Digitalisierung der Polizei in NRW. Laut Innenminister Reul soll ein nächster Schritt die vollständige digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle sein und die Identifikation von Personen durch ihren Fingerabdruck.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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