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Vorstand der Bayern-AfD will Fraktionschefin abmahnen

Denkendorf  

Vorstand der Bayern-AfD will Fraktionschefin abmahnen

10.06.2019, 10:15 Uhr | dpa

Vorstand der Bayern-AfD will Fraktionschefin abmahnen. Katrin Ebner-Steiner

Katrin Ebner-Steiner (AfD). Foto: Jens Büttner/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Vorstand der bayerischen AfD will die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Katrin Ebner-Steiner, abmahnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Wochenende aus Teilnehmerkreisen erfuhr, sprach sich eine Mehrheit der Vorstandsmitglieder bei einer Sitzung am Samstagabend in Denkendorf dafür aus, eine entsprechende Ordnungsmaßnahme schriftlich zu formulieren.

Nach Auskunft eines Teilnehmers gab es in der Vorstandssitzung auch Kritik an zwei weiteren Mitgliedern des Gremiums. In der Diskussion sei es unter anderem um das Treffen der rechtsnationalen AfD-Gruppierung "Flügel" Anfang Mai gegangen, hieß es.

Der Regensburger AfD-Mann Benjamin Nolte hatte bei dem Treffen im mittelfränkischen Greding laut Medienberichten angeregt, die sogenannte Unvereinbarkeitsliste abzuschaffen. Wer früher der NPD oder einer anderen Partei angehört hat, die auf dieser Liste steht, darf nicht Mitglied der AfD werden. Parteichef Jörg Meuthen lehnte dies ab. Mehrere Teilnehmer des Treffens in Greding hatten während der Veranstaltung das "Lied der Deutschen" inklusive der umstrittenen ersten Strophe angestimmt. In dieser Strophe, die heute nicht Teil der Nationalhymne ist, heißt es "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt...".

Nolte und der Landesvorsitzende Martin Sichert wollten sich zu den Vorstandsbeschlüssen auf Anfrage nicht äußern. Ebner-Steiner ließ über einen Mitarbeiter mitteilen, "dass die Vorwürfe, die zur Ordnungsmaßnahme des Landesvorstandes führten, aus der Luft gegriffen sind". Der Mitarbeiter betonte außerdem: "Es wurde jederzeit satzungsgemäß gehandelt und selbstverständlich auch nie zum Schaden der Partei."

Die bayerische AfD plant für den 21. Juli einen Parteitag. Ebner-Steiner hatte nach parteiinternen Querelen angekündigt, nicht mehr für das Amt der stellvertretenden Landesvorsitzenden kandidieren zu wollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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