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Gaffer belästigen Rettungskräfte und Bestatter bei Unfällen

Heringsdorf  

Gaffer belästigen Rettungskräfte und Bestatter bei Unfällen

12.06.2019, 13:54 Uhr | dpa

Gaffer haben Feuerwehr und Bestatter bei einem Einsatz auf der Insel Usedom belästigt. Ein 35 Jahre alter Mann war am Dienstag aus noch ungeklärter Ursache im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und gestorben, wie die Polizei mitteilte. Eine Frau wurde schwer verletzt, ihr 61 Jahre alter Ehemann leicht.

An der Unfallstelle habe sich der Verkehr auf mehrere Kilometer gestaut, als der Bestatter - eskortiert von Streifenwagen - vorfuhr. Einige Autofahrer sollen dem Mann nach Angaben der Polizei den Mittelfinger gezeigt haben. "Wie jemand auf die Idee kommen kann, einen Bestatter so zu belästigen, ist mir schleierhaft", sagte eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch.

Auch an der Absperrung des Unfallorts hätten immer wieder Radfahrer gestoppt, um zu schauen. Bußgelder gegen die Gaffer seien nicht verhängt worden, erklärte die Polizei. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" über die Belästigungen der Einsatzkräfte berichtet.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg soll ein Autofahrer einen Feuerwehrmann am Dienstag beleidigt haben. Die Einsatzkräfte sperrten in Grevesmühlen eine Straße nach einem Zusammenstoß von zwei Autos ab, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zwei Menschen wurden leicht verletzt; die beiden Wagen mussten abgeschleppt werden. Der unbeteiligte Autofahrer soll ungeduldig an der Straßensperre gewartet und den Feuerwehrmann beschimpft haben. Gegen den Mann werde ermittelt.

Erst vor wenigen Wochen erregte ein ähnlicher Vorfall in Bayern Aufsehen: Nach einem tödlichen Lkw-Unfall bei Nürnberg platzte einem Polizisten wegen mehrerer Gaffer der Kragen. Das Video, in dem er die Schaulustigen fragte, ob sie nicht aussteigen und die Leiche sehen wollten, machte bundesweit Schlagzeilen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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