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Geschädigte des "Gorch Fock"-Desasters beraten

Nordenham  

Geschädigte des "Gorch Fock"-Desasters beraten

17.06.2019, 14:14 Uhr | dpa

Geschädigte des "Gorch Fock"-Desasters beraten. "Gorch-Fock"-Werft

Das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" liegt in einem Dock der Bredo-Werft. Foto: Mohssen Assanimoghaddam (Quelle: dpa)

Überschattet von Streit über das Ausdocken der "Gorch Fock" hat in Nordenham an der Weser die erste Gläubigerversammlung der insolventen Elsflether Werft begonnen. Die Bredo-Werft in Bremerhaven, einer der Hauptgläubiger, forderte 5,1 Millionen Euro brutto von der Marine oder der Elsflether Werft. Sonst werde die Werft das Segelschulschiff nicht wie geplant am Freitag ausdocken, teilte sie am Montag mit. Dagegen besteht die Marine darauf, dass der sanierte Rumpf des Schiffs nach mehr als drei Jahren erstmals wieder ins Wasser gelassen werden soll.

Die Elsflether Werft ist Generalunternehmer bei der Sanierung der "Gorch Fock", deren Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Statt 10 Millionen Euro sind bereits mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Als Endsumme werden 135 Millionen Euro erwartet. Das Debakel bei der Sanierung beschäftigt mittlerweile die Staatswaltschaft und mehrere Gerichte und ist politisch eine Belastung für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Bei der Versammlung im Amtsgericht Nordenham sollte es darum gehen, den Fortbetrieb der insolventen Elsflether Werft zu sichern. Die frühere Werftführung hat viel Geld in Nebengeschäfte gesteckt, das nun zur Bezahlung der Zulieferer fehlt. Vor der Sitzung stellte sich der Bund in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hinter die neue Werftleitung und deren Pläne. Der Bund will aber kein Geld außerhalb des Insolvenzverfahrens zahlen.

Die Bredo-Werft ist selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten, weil für die "Gorch Fock" in ihrem Dock lange nicht gezahlt worden ist. Er sei als Geschäftsführer verpflichtet, die Interessen seines Unternehmens zu wahren, sagte Werft-Chef Dirk Harms der dpa vor der Sitzung. Man hoffe aber weiter auf eine Einigung mit der Marine.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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