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"Sorbian Street Style": Mode-Experimente mit Trachten

Bautzen  

"Sorbian Street Style": Mode-Experimente mit Trachten

19.06.2019, 12:03 Uhr | dpa

"Sorbian Street Style": Mode-Experimente mit Trachten. Nähutensilien und Stoff liegen auf einem Tisch

Nähutensilien und Stoff liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/Archivbild (Quelle: dpa)

Wie entwickelt man aus traditioneller sorbischer Tracht eine neue zeitgemäße Mode? Vor dieser Aufgabe standen junge Kreative beim erstmals initiierten Nachwuchswettbewerb "Sorbian Street Style". 14 junge Designer aus ganz Deutschland haben sich nun auf dieser Spielwiese für Kreatives und Experimentelles ausprobiert. "Wir Sorben haben so reich gefüllte Truhen - mit Mustern, Farben, Stoffen und Ornamenten. Diesen Schatz wollten wir öffnen und jungen Leuten die Chance geben: Macht was Neues daraus, was dem 21. Jahrhundert entspricht", sagte die Leiterin des Sorbischen Museum in Bautzen, Christina Bogusz am Mittwoch. Das Haus hat mit dem Sächsischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft den Wettbewerb organisiert. In Brandenburg und Sachsen leben Schätzungen zufolge insgesamt rund 60 000 Sorben.

Der erste Preis ging an Lea Kelm, Absolventin der Vitruvius Hochschule Leipzig. Auf dem zweiten Platz landete das Duo Christiane Dögel und Alexander Gaertner von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, die sich etwa mit den Mustern auf den bekannten sorbischen Ostereiern beschäftigten. "Wir wollen mit unserer Kollektion den Trachten, die ja eigentlich etwas Verschlossenes haben, eine Leichtigkeit geben", sagte Gaertner. Drittplatzierter ist Jan Lorenz von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein.

Über die Preisträger entschied eine Jury. Die Preisgelder von 3000, 2000 und 1000 Euro sollen für die Produktion der Kollektionsentwürfe verwendet werden. Außerdem erhielten Studenten der Fachhochschule für Modedesign in Dresden den Nachwuchspreis und 500 Euro. Gezeigt werden die Arbeiten ab 22. September in der gleichnamigen Ausstellung "Sorbian Street Style" im Sorbischen Museum.

Die neuen Kreationen sollen nicht in Vitrinen verschwinden: Vorstellbar sei, dass durch die Entwürfe neue Wertschöpfungsketten in der Region entstehen könnten und die Kollektionen auch in der Lausitz produziert würden, sagte Claudia Muntschick vom Netzwerk Kreatives Sachsen. Auch für Museumsleiterin Bogusz ist erst ein Anfang gemacht. "Ich sehe dieses Projekt als Initialzündung, um etwas Längerfristiges zu entwickeln, zum Beispiel ein Lausitz-Modelabel", sagte sie.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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