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Niedersachsen will kein Digitalradio: UKW soll bleiben – vorerst

UKW soll vorerst bleiben  

Gegen Digitalradio: Niedersachsen will kein DAB+

21.06.2019, 08:57 Uhr | dpa

Niedersachsen will kein Digitalradio: UKW soll bleiben – vorerst. Radio

Ein digitaler Radioempfänger steht in einem Büro. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Digitalradio soll den alten UKW-Funk ablösen. Doch Niedersachsen stellt sich quer – und setzt stattdessen auf eine Zukunft im Internet. Das freut vor allem die Privatsender. 

Die Privatradios in Niedersachsen haben den Beschluss des Landtags begrüßt, beim Radio der Zukunft auf eine Verbreitung per Internet und nicht weiter auf das Digitalradio DAB+ zu setzen. Das Parlament hatte sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, die klassische UKW-Übertragung beizubehalten und statt auf einen weiteren Ausbau des Digitalradios auf eine Übertragung über das Internet zu setzen. 

Die Privatsender hatten den Umstieg auf DAB+ unter anderem wegen hoher Kosten seit längerem kritisiert, außerdem fürchten sie Reichweitenverluste. Welcher Verbreitungsweg langfristig weiterverfolgt wird, müssen die Länder und der Bund gemeinsam festlegen.

Der Landtag habe einen zukunftsweisenden Beschluss gefasst, sagte der Geschäftsführer von radio ffn, Harald Gehrung. "Wir begrüßen ausdrücklich die Fokussierung auf eine zukünftige Verbreitung von Hörfunk über online audio. Angesichts der rasanten Verbreitung von smart speakern ist das der zentrale Verbreitungsweg der Zukunft."



Der Geschäftsführer von Radio 21 sprach die enormen Kosten von DAB+ an. Alleine aus Werbeerlösen könnten die Privatsender die Technik nicht finanzieren. Der Geschäftsführer von Antenne Niedersachsen, Kai Fischer, betonte die technischen Vorzüge, die eine Verbreitung über das Internet bietet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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