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Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur kontrolliert Heckler & Koch

Oberndorf am Neckar  

Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur kontrolliert Heckler & Koch

26.06.2019, 14:41 Uhr | dpa

Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur kontrolliert Heckler & Koch. Harald Kujat

Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr. Foto: Karlheinz Schindler/Archivbild (Quelle: dpa)

Der angeschlagene Waffenhersteller Heckler & Koch holt sich einen pensionierten General auf einen wichtigen Posten. Wie aus einer Publikation im Bundesanzeiger hervorgeht, soll der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat (77), den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Dies hat der Großaktionär Andreas Heeschen für die Hauptversammlung vorgeschlagen, die am 12. Juli in Rottweil stattfindet. Heeschen hält die Mehrheit der Stimmrechte - daher gilt die Wahl von Kujat als sicher. Begründet wird der Vorschlag damit, dass der bisherige Chefkontrolleur Dieter John nur gerichtlich bestellt sei. Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet.

Der Bundeswehr-Gewehrlieferant Heckler & Koch ist in einer kritischen Phase, die Firma kämpft mit roten Zahlen und hohen Schulden. Die Lage ist so gravierend, dass die Belegschaft mehrheitlich sogar bereit ist für unbezahlte Mehrarbeit. Das Unternehmen steht in der Rüstungsbranche zwar für hohe Qualität, zudem sind die Auftragsbücher voll und der Umsatz steigt. Zugleich hat die Firma aber einen hohen Investitionsstau und Arbeitsabläufe sind nicht sehr effizient.

Große Hoffnung macht sich H&K bezüglich eines 250 Millionen Euro schweren Großauftrags der Bundeswehr, der vermutlich 2020 erteilt werden könnte. Die Armee will 120 000 neue Sturmgewehre anschaffen. Damit würde das bisherige Standardgewehr der Bundeswehr, das G36, abgelöst - auch diese Waffe kommt aus der Oberndorfer Schmiede.

Kujat war von 2000 bis 2002 Generalinspekteur der Bundeswehr, danach rückte er in Brüssel als Vorsitzender des Nato-Militärausschusses auf den höchste Posten des Verteidigungsbündnisses für einen Militär. 2005 ging er in den Ruhestand.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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