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Absturz: Schleudersitz könnte nicht ausgelöst haben

Silz  

Absturz: Schleudersitz könnte nicht ausgelöst haben

27.06.2019, 15:50 Uhr | dpa

Nach dem Tod eines Eurofighter-Piloten beim Absturz seiner Maschine besteht der Verdacht, dass der Schleudersitz des 27-Jährigen nicht ausgelöst haben könnte. Erste Indizien am Wrack nährten diese Zweifel, schrieb die "Bild"-Zeitung am Donnerstag. So sei teilweise intaktes Explosionsmaterial gefunden worden, das vor dem Ausstieg die Cockpit-Haube wegsprengen soll.

Der Deutschen Presse-Agentur wurde am Donnerstag aus Militärkreisen bestätigt, dass auch untersucht werde, ob der Schleudersitz der Maschine ausgelöst worden sei. Offiziell hieß es aber, die Luftwaffe beteilige sich nicht an Spekulationen. Das Ergebnis von Untersuchungen müsse abgewartet werden.

Bei einer Kampfflug-Übung am Montag waren über der Mecklenburgischen Seenplatte zwei Eurofighter kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere starb. Die Maschinen gehörten zum Geschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist. Dort werden Eurofighter-Piloten ausgebildet.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. So müsse geklärt werden, ob menschliches Versagen oder eine technische Ursache zu Zusammenstoß und Absturz am Montagnachmittag geführt haben, sagte Behördensprecherin Beatrix Heuer.

Die Luftwaffe hat die Flugschreiber bereits gesichert, deren Daten noch ausgewertet werden. Rund 500 Soldaten sicherten ein zwölf Quadratkilometer großes militärisches Sperrgebiet um die etwa vier Kilometer Luftlinie voneinander entfernten Absturzstellen. Sie durchkämmten Felder, Wiesen, Grundstücke und Wälder, um Trümmerteile zu bergen. So soll das Geschehen möglichst lückenlos rekonstruiert werden.

Die Bundeswehr bereitete den Abtransport der beiden Eurofighter-Wracks bei Nossentiner Hütte (Mecklenburgische Seenplatte) vor. Es würden schwere Räum- und Bergegeräte an die Unfallstellen gebracht, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Anschließend werde die schwere Technik einsatzbereit gemacht. Die Bergung soll in den kommenden Tagen beginnen.

Die Rümpfe der Maschinen sollen zusammen mit gefundenen Teilen in Laage genau untersucht werden, um die Unfallursache zu ermitteln. Ein Eurofighter wiegt leer etwa 11 Tonnen, ist 16 Meter lang und hat eine Flügelspanne von 11 Metern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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