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Vielversprechender Start für Teilhabechancengesetz in MV

Stralsund  

Vielversprechender Start für Teilhabechancengesetz in MV

28.06.2019, 11:38 Uhr | dpa

Vielversprechender Start für Teilhabechancengesetz in MV. Logo der Bundesagentur für Arbeit

Auf einem transparenten Würfel ist das Logo der Bundesagentur für Arbeit zu sehen. Foto: Felix Kästle/Archivbild (Quelle: dpa)

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es deutlich weniger Langzeitarbeitslose als noch vor fünf Jahren. Ihre Zahl sei um 15 200 oder 43 Prozent auf jetzt 20 100 gesunken, sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesarbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, am Freitag in Stralsund auf einer Fachtagung zur Arbeitsmarktpolitik. Dennoch sei im Schnitt mehr als jeder dritte Erwerbslose langzeitarbeitslos. Das soll nicht so bleiben. "Wir geben keinen auf", sagten Haupt-Koopmann und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Mit dem seit Jahresbeginn geltenden Teilhabechancengesetz sei die soziale Teilhabe endlich gesetzlich verankert, erklärten sie. Ziel ist es, Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzubringen.

Das Gesetz ermöglicht unter anderem über fünf Jahre hinweg Lohnkostenzuschüsse für Menschen, die länger als sechs Jahre ohne Arbeit waren. In den ersten beiden Jahren werden 100 Prozent gezahlt. Seit Jahresbeginn würden im Land 495 Männer und Frauen über das Gesetz gefördert. "Es geht mehr, als wir uns vorstellen konnten", sagte Haupt-Koopmann.

42 Prozent der Arbeitgeber kämen aus der freien Wirtschaft. Die Förderung sei dem regional unterschiedlichen Bedarf angepasst. So seien in der Mecklenburgischen Seenplatte 42 Prozent der Arbeitslosen langzeitarbeitslos, im Landesschnitt etwa 35 Prozent. Wichtig sei vor allem die Förderung von Eltern und Alleinerziehenden. Kinder müssten erleben, dass die Eltern zur Arbeit gehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass sich Arbeitslosigkeit vererbe, warnte Haupt-Koopmann.

Das Gesetz sehe zudem zur Prävention die Weiterbildung vor. "Weiterbildung ist der beste Schutz vor Langzeitarbeitslosigkeit."

Das Land bietet Männern und Frauen, die ein Jahr arbeitslos waren, die Möglichkeit zur Bürgerarbeit. Vom ersten Programm 2017 mit 200 Stellen seien heute noch 184 Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, berichtete Minister Glawe. Bis 2020 sind weitere 500 Förderungen möglich, 160 gebe es derzeit. 84 Prozent der Arbeitgeber kommen laut Glawe aus der freien Wirtschaft.

Im Mai waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 56 400 Menschen im Land arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent. "Es geht uns besser als wir uns fühlen", sagte Glawe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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