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Nach Absturz: Eurofighter fliegen wieder

Silz  

Nach Absturz: Eurofighter fliegen wieder

01.07.2019, 09:52 Uhr | dpa

Nach Absturz: Eurofighter fliegen wieder. Geschwaders 73 "Steinhoff"

Auf dem Kasernentor steht der Schriftzug: „Willkommen im Geschwader Steinhoff" am Kasernentor. Foto: Stefan Sauer/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine Woche nach dem Absturz zweier Kampfflugzeuge an der Mecklenburgischen Seenplatte hat das zuständige Luftwaffen-Geschwader seine Flüge wieder aufgenommen. Am Montag hoben mehrere Eurofighter-Maschinen in Laage bei Rostock zu Übungsflügen ab, wie ein Sprecher des Geschwaders 73 "Steinhoff" sagte. Anders als zuletzt flogen die Eurofighter aber noch nicht über die Seenplatte: "Wir sind nach Norden geflogen, da bei Nossentiner Hütte immer noch die Wracks geborgen werden", erklärte ein Sprecher des Geschwaders. Täglich soll es wieder zwei Starts geben, wie vor dem Absturz auch.

"Die Bergung des ersten Wracks ist inzwischen abgeschlossen", sagte ein Luftwaffensprecher am Montag in Berlin. Ein Kran hatte die Reste der verkohlten Maschine von einem Kornfeld bei Nossentiner Hütte in Container gehoben. Dabei zerbrach das Wrack dieses Eurofighters immer wieder in kleinere Teile. Damit die gesundheitsschädlichen Kunststofffasern nicht umherflogen, wurden die Wrackteile bewässert. Im Dorf wurden auch Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe eines Kindergartens gefunden. Die Trümmer-Suche in Getreidefeldern und die Ursachenforschung im militärischen Sperrgebiet dauern noch an.

Das zuständige Luftwaffen-Geschwader nach eigenen Angaben keine Hinweise auf einen Fehler an den Kampfflugzeugen. "Bedingt dadurch, dass wir den Flugbetrieb heute wieder aufnehmen und auch die Eurofighter-Flotte insgesamt nicht den Flugbetrieb eingestellt hat, ist ersichtlich, dass wir nicht von einem technischen Defekt an einer der Maschinen ausgehen", sagte Gero von Fritschen, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73, der Deutschen Presse-Agentur. Es habe eigene Analysen und ein Treffen im Kreis der fliegenden Besatzung gegeben, bei dem auch der überlebende abgestürzte Pilot und der Pilot der dritten Maschine intern berichtet hätten.

"Wir haben anhand der Erinnerung, der Gedächtnisprotokolle versucht nachzuvollziehen, was da draußen passiert ist", sagte der Kommodore. Der Unfall dürfe nicht zwischen den Besatzungen und der Wiederaufnahme des Flugbetriebs stehen.

Die Bergung der zweiten Unglücksmaschine, in der der getötete Pilot saß, ist nach Angaben der Luftwaffe komplizierter. Die Maschine war in ein Waldstück am Radweg Berlin-Kopenhagen gestürzt. Nun müssten erst Bäume gefällt werden. Radfahrer und Fußgänger dürften die Stelle inzwischen über kleine Umwege passieren, die Straße bleibe für Autos aber gesperrt.

Das Geschwader plant auch eine Gedenkfeier für den getöteten Piloten. Dazu fehle aber noch die Einwilligung der Familie, hieß es. Die persönlichen Sachen des Getöteten wurden der Familie bereits übergeben. Zudem gab es vor wenigen Tagen eine interne Gedenkveranstaltung im Geschwader für den 27-Jährigen.

Bei einer Luftkampfübung von drei Eurofightern waren am 24. Juni zwei der Jets in größerer Höhe kollidiert und bei Nossentiner Hütte und Nossentin abgestürzt. Danach hatte das Geschwader die Flüge ausgesetzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der 27 Jahre alte Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte nach Laage zurück. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, obwohl in dem Gebiet viele Urlauber unterwegs sind.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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