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Wissen und Anekdoten: Trainingsbergwerk öffnet für Besucher

Recklinghausen  

Wissen und Anekdoten: Trainingsbergwerk öffnet für Besucher

02.07.2019, 15:47 Uhr | dpa

Wissen und Anekdoten: Trainingsbergwerk öffnet für Besucher. Trainingsbergwerk wird zum Besucherbergwerk

Der ehemalige Bergmann Uwe Seeger läuft im Trainingsbergwerk neben einer sogenannten Katze durch einen Übungsstollen. Foto: Roland Weihrauch (Quelle: dpa)

"Achtung, Walze läuft", ruft Uwe Reichelt. Ein schriller Warnton pfeift durch das Trainings- und Besucherbergwerk Recklinghausen. Dann dreht sich die Schaufel am Arm des Walzenschrämladers, auf dem Förderband fährt Gestein vorbei. Am Dienstag ist der Startschuss für alle Bergwerk-Fans gefallen: Besuchergruppen können nun das Trainingsbergwerk Recklinghausen erkunden.

In 1,5 bis 3 Stunden könnten Gruppen von bis zu 25 Personen durch die Stollen laufen, die in einer Halde angelegt wurden, um die Arbeit unter Tage zu simulieren. "Wir machen das für die Bergleute, damit die eine Begegnungsstätte haben und ihr Wissen an Besucher weitergeben können", sagte der Vorsitzende des Trägervereins Klaus Gülzau. Das Bergwerk ist nach Angaben des Trägervereins das größte Besucherbergwerk für Steinkohle in Deutschland.

Zu den ehemaligen Bergleuten gehört auch Uwe Reichelt. An der ratternden Walze hängt eine Plakette mit seinem Namen. 5000 Tonnen könne die Maschine in einer Stunde fördern, erzählt er. Die Decken sind tief, die Luft stickig und schwül. Besucher können so den Bergbau hautnah miterleben. Zwischen 1975 und 2003 wurde das Bergwerk als Trainingsbergwerk genutzt. 70 bis 80 Ausbilder waren dort täglich mit rund 250 Auszubildenden zu Gange.

Neben Führungen kann in dem zuvor von der Ruhrkohle AG betriebenen Bergwerk auch gefeiert werden. So könnten bis zu 125 Personen die Räumlichkeiten im Berg dafür buchen, sagte Gülzau vom Trägerverein.

Damit Besucher nun in das Bergwerk dürfen, überreichten Vertreter der für den Bergbau in NRW zuständigen Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag den nötigen Genehmigungsbescheid. Es soll aber auch noch als Trainingsanlage dienen: Denn die Grubenwehr werde hier üben. Zwar endete 2018 der Steinkohleabbau in Deutschland. Doch bis 2021 muss die Sicherheit für die noch offenen Grubenbauten mit der Grubenwehr gewährleistet werden. Da es keine untertägigen Betriebe mehr gebe, werde hier geübt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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