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Zahl der Senioren in Hamburger Gefängnissen gesunken

Hamburg  

Zahl der Senioren in Hamburger Gefängnissen gesunken

04.07.2019, 08:14 Uhr | dpa

Zahl der Senioren in Hamburger Gefängnissen gesunken. Gefängnis

Der Schattenriss eines Mannes ist in der Justizvollzugsanstalt in einer Tür zu sehen. Foto: Felix Kästle/Archivbild (Quelle: dpa)

Jüngst haben ältere Straftäter für Aufsehen in Hamburg gesorgt - die Zahl der Senioren im Gefängnis ist im vergangenen Jahr allerdings gesunken. Am 1. Juni 2019 waren in den Justizvollzugsanstalten der Hansestadt 70 Häftlinge älter als 60 Jahre, wie die Justizbehörde der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ein Jahr zuvor gehörten 79 Gefangene in diese Altersgruppe.

Im Januar dieses Jahres soll ein maskierter 70-Jähriger eine Sparkassen-Filiale in St. Georg überfallen haben. Die Polizei konnte ihn mit mehreren tausend Euro Beute festnehmen. Zurzeit läuft ein Prozess gegen den 70-Jährigen, bei dem es auch um zwei weitere Überfälle geht. Im Mai war ein 79-jähriger Schülerbus-Fahrer zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er ein zwölfjähriges, geistig behindertes Mädchen missbraucht hatte. Wegen Mordes muss sich derzeit ein 74 Jahre alter Mann vor Gericht verantworten, der eine wohlhabende 91-Jährige mit einem Kissen erstickt haben soll. Er sitzt wie der mutmaßliche Bankräuber in Untersuchungshaft.

Die Älteren würden die Justizvollzugsanstalten nicht vor besondere Herausforderungen stellen, erklärte eine Sprecherin der Behörde. Manche Gefangenen seien bereits in jüngeren Jahren ähnlich pflegebedürftig wie ältere Häftlinge. Dementsprechend gebe es barrierefreie Räume. Am Stichtag 1. Juni 2019 wurden vier über 60-jährige Patienten mit Pflegebedürftigkeit im Zentralkrankenhaus der Untersuchungshaftanstalt stationär behandelt. Eine eigens für Senioren eingerichtete Gefängnisabteilung sei nicht geplant.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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