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Welterbe-Antrag zum Donaulimes droht zu scheitern

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Welterbe-Antrag zum Donaulimes droht zu scheitern

04.07.2019, 11:18 Uhr | dpa

Welterbe-Antrag zum Donaulimes droht zu scheitern. Welterbe-Antrag zum Donaulimes droht zu scheitern

Das Römerkastell Abusina an der Donau. Foto: Armin Weigel (Quelle: dpa)

Der ursprünglich äußerst aussichtsreiche Antrag, den Donaulimes in Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn zum Weltkulturerbe zu erklären, ist unmittelbar vor der Entscheidung vom Scheitern bedroht. Ungarn wolle den gemeinsamen Antrag der vier Länder zum besondern Status der Überreste der einstigen römischen Militärgrenze in letzter Minute abändern, teilte die Unesco-Kommission Österreich am Donnerstag mit. Die ungarische Regierung wolle einen Teil des Limes in Budapest vom Welterbe-Status ausgenommen wissen, hieß es.

Änderungen im umfangreichen Antrag seien seit Monaten wegen der Unesco-Regeln eigentlich nicht mehr möglich, sagte eine Sprecherin der Unesco-Kommission in Wien. Ein solcher Schritt werde voraussichtlich die Zurückweisung des Antrags nach sich ziehen. Das Welterbekomitee der Unesco tagt noch bis zum 10. Juli in Baku in Aserbaidschan. Eine Entscheidung über den Donaulimes sollte am Samstag fallen.

Mit dem Antrag wollten die vier Staaten insgesamt 98 Teile der ehemaligen Grenzbefestigung entlang der Donau in ihrem Wert betonen und besonders schützen. Unter dem Projekttitel "Frontiers of the Roman Empire" (Grenzen des Römischen Reichs) soll der gesamte Verlauf des Limes als Welterbe in den Schutz der internationalen Staatengemeinschaft gestellt werden. Der Hadrians- und Antoninuswall in Großbritannien sowie der Obergermanisch-Raetische Limes in Deutschland haben diesen Status bereits. Der Limes erstreckte sich, entsprechend der Ausdehnung des Imperium Romanum, von Großbritannien über Mittel- und Osteuropa und den Nahen Osten bis nach Nordafrika.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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