Sie sind hier: Home > Regional >

Bund und Sachsen sanieren Uran-Altstandorte bis 2035

Bad Schlema  

Bund und Sachsen sanieren Uran-Altstandorte bis 2035

05.07.2019, 01:16 Uhr | dpa

Bund und Sachsen sanieren Uran-Altstandorte bis 2035. Ein Hammer und ein Meißel zieren den Giebel eines Gebäudes

Ein Hammer und ein Meißel zieren die Fassade der einstigen Generaldirektion der SDAG Wismut in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Land Sachsen und der Bund setzen gemeinsam die Sanierung von Altstandorten des Uranbergbaus im Freistaat bis 2035 fort. In Aue-Bad Schlema unterzeichneten Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Christian Hirte (CDU), am Freitag einen entsprechenden Vertrag. Demnach werden die Sanierungsarbeiten über das Ende der laufenden Vereinbarung im Jahr 2022 hinaus 13 Jahre weitergeführt und abgeschlossen. "Mit diesem Abkommen wird eine Erfolgsgeschichte eines besonderen Strukturwandels fortgesetzt", sagte Dulig.

Bis 2022 sollen insgesamt 216 Millionen Euro investiert werden. Bund und Land teilen sich die Gesamtkosten jeweils zur Hälfte. Bis 2035 sollen nun weitere insgesamt 229 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Damit werden die Gesamtausgaben auf 445 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Nach Angaben der Wismut GmbH werden im Zeitraum zwischen 2003 und 2035 insgesamt rund 1900 Altstandorte wie Halden, Tagesöffnungen oder Tagesbrüche saniert.

Seit 2003 saniert die Wismut GmbH im Auftrag des Freistaates frühere Uranbergbaugebiete in Sachsen, die nicht unter das Wismut-Gesetz fallen. Die sogenannten Altstandorte sind Bergwerke, an denen die frühere Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut maximal bis Ende 1962 Uran gefördert hat und die anschließend in den Besitz von Städten, Gemeinden, Kommunen oder auch Privatpersonen zurückgefallen sind.

Die Wismut GmbH mit Sitz in Chemnitz ist ein Unternehmen des Bundes und untersteht dem Wirtschaftsministerium. Die Firma ist zuständig für die Sanierung der Standorte ihres Vorgängers Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut in Sachsen und Thüringen, die am 30. Juni 1990 noch in deren Besitz waren. Dafür wird der Bund bis 2045 rund acht Milliarden Euro ausgeben.

An den Kosten für die Sanierung der Altstandorte beteiligt sich der Bund freiwillig. "Der Bund beteiligt sich an dem Thema, für das er eigentlich nicht verantwortlich ist", betonte Hirte. Daher werde 2035 Schluss sein mit der Co-Finanzierung, bekräftigte er. "Wenn dann noch Kleinigkeiten übrig sind, ist der Freistaat sicher in der Lage, das allein zu bewältigen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär.

Dass tatsächlich in 16 Jahren alle Standorte renaturiert und gesichert sind, ist nach Angaben von Experten der Wismut GmbH nicht sicher. Denn zu den bislang schon identifizierten 1900 Objekten würden immer noch weitere hinzukommen, sagte der bei der Wismut für die Altstandorte zuständige Projektleiter Manfred Speer. "Das ist aber eher die Ausnahme", erklärte er. Kompliziert sie die Sanierung aber auch wegen der Eigentümerfrage. So gebe es in Zwickau eine Maßnahme, die mit 17 Grundeigentümern koordiniert werden müssten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal