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500 Kräfte bei Finsterwalder Brand

Uebigau-Wahrenbrück  

500 Kräfte bei Finsterwalder Brand

07.07.2019, 09:36 Uhr | dpa

500 Kräfte bei Finsterwalder Brand. Feuerwehr-Einsatzfahrzeug

Die Feuerwehr im Einsatz. Foto: Julian Stähle (Quelle: dpa)

Die Feuerwehr in Brandenburg kämpft weiter gegen zwei Waldbrände an: In der Lieberoser Heide (Landkreis Dahme Spreewald) hat sich das Feuer am Sonntag auf mehr als 80 Hektar ausgebreitet. Das teilte die Regionalleitstelle Lausitz mit. Am Samstagabend waren es noch 40 Hektar gewesen. Die Feuerwehr war mit 90 Mann und 24 Fahrzeugen im Einsatz. Die Bundespolizei unterstützte die Kräfte aus der Luft: Am Samstag und Sonntag war sie mit einem Löschhubschrauber im Einsatz, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Brandenburgs, Raimund Engel, auf Nachfrage bestätigte.

Munition im Boden macht den Feuerwehrleuten die Arbeit in dem Gebiet südöstlich von Berlin schwer. Es besteht die Gefahr, dass diese explodiert. "Der Wind macht die Löscharbeiten nicht einfacher", sagte eine Sprecherin der Leitstelle. Gefahr für Anwohner bestehe nicht.

Auch bei dem Brand an einer Bahnstrecke zwischen Finsterwalde und Falkenberg im Süden Brandenburgs erschwert Munition im Boden die Löscharbeiten. Dort waren mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Ursache für den Brand sei wahrscheinlich Funkenflug von einem Zug gewesen. Die Flammen griffen teils auf Böschungen, Felder und Wald über. Am Sonntagnachmittag konnte nach Angaben des Landkreises Elbe-Elster die sogenannte Großschadenslage jedoch aufgehoben werden.

"Die Brände entlang der Bahnstrecke sind in allen Bereichen abgelöscht, so dass nur noch Nachlöscharbeiten notwendig sind", sagte Dirk Gebhard, Dezernent des Landkreises für Recht, Ordnung und Landwirtschaft. 43 Hektar hatten gebrannt. Ein Polizeihubschrauber war zur Erkundung über das Gebiet geflogen. Auch eine Drohne war im Einsatz. Landwirtschaftsunternehmen halfen mit Wasserlieferfahrzeugen und Pflügen.

Auf der Strecke kam es vorübergehend zu Zugausfällen. Der Regionalexpress 10 von Cottbus nach Leipzig wurde zeitweise über Senftenberg umgeleitet. Die Regionalbahn 43 zwischen Cottbus und Falkenberg hielt nicht in Calau, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zwischen Calau und Finsterwalde wurde Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Am Sonntagabend waren alle Sperrungen wieder aufgehoben, wie ein Bahnsprecher bestätigte.

Erst am Freitag hatte die Feuerwehr einen Einsatz in der Lieberoser Heide beendet. Über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Wochen hatte ein Großbrand die Einsatzkräfte beschäftigt. Rund 100 Hektar Fläche brannten. Löschhubschrauber warfen nach Angaben der Bundespolizei 1069 Mal Wasser ab - das waren mehr als eine Million Liter Wasser.

Der Niederschlag am Wochenende mit punktuell bis zu zehn Litern pro Quadratmeter habe die akute Waldbrandgefahr etwas gebannt, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). "Uns fehlt mehr Regen. Und das am besten über einige Tage", sagte allerdings der Waldbrandschutzbeauftragte Engel der dpa.

Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist am Wochenanfang laut DWD-Gefahrenindex in den meisten Landkreisen gering, vereinzelt herrscht mittleres Risiko. Gegen Ende der Woche soll die Waldbrandgefahr wieder steigen, am Donnerstag auf die mittlere Gefahrenstufe 3 von 5.

In Brandenburg haben seit Jahresbeginn ohne die derzeitigen Brände bereits mehr als 1000 Hektar Waldfläche gebrannt. Das entspricht ungefähr der Größe von 1400 Fußballfeldern. 285 Mal brannte es bereits in den Wäldern, wie das Umweltministerium mitteilte. Beim größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte im Land auf einem früheren Truppenübungsplatz bei Jüterbog brannten im Juni 744 Hektar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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