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Klöckner bei Fischern: Sorgen durch Fangquote

Sassnitz  

Klöckner bei Fischern: Sorgen durch Fangquote

08.07.2019, 01:07 Uhr | dpa

Klöckner bei Fischern: Sorgen durch Fangquote. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Foto: Lisa Ducret/Archivbild (Quelle: dpa)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) wird zu einem zweitägigen Besuch in Vorpommern erwartet. Am Montag geht es um die Fischerei. Die Ministerin besichtigt in Sassnitz-Mukran auf Rügen eine der größten Fischfabriken Europas, die Euro-Baltic Fischverarbeitungs GmbH. Das Werk filetiert jährlich rund 50 000 Tonnen fangfrischen Hering von Fischern aus Norddeutschland und anderen Ländern. Im Anschluss ist ein Gespräch mit Agrarminister Till Backhaus (SPD) und Vertretern von Fischereiverbänden geplant.

Euro-Baltics-Geschäftsführer Uwe Richter ist wegen der von Wissenschaftlern gewollten Kürzung der Fangmengen für Hering bis hin zum Fangstopp in der westlichen Ostsee besorgt. Das Werk müsse täglich eine große Menge zur Verarbeitung bekommen, sonst sei es nicht rentabel. Richter bezweifelt die Verlässlichkeit der vom Internationalen Rat für Meeresforschung getroffenen Aussagen. Sie stimmten nicht mit den Beobachtungen der Fischer überein. Ein weiteres Problem, das er mit Klöckner besprechen will, sind die Folgen des Brexit. Ohne Verträge dürften deutsche Fischer von November an nicht mehr in britische Gewässer. Das sei die Hauptfangsaison für den Nordsee-Hering.

Nicht besser sieht es bei den Kutter- und Küstenfischer aus. Der Vizevorsitzende des Landesverbandes, Michael Schütt, berichtete, die Stimmung sei am Boden. Von den 24 Fischern in seiner Genossenschaft in Freest (Vorpommern-Greifswald) würden demnächst zwei ausscheiden, weitere würden darüber nachdenken. Für sie ist der empfohlene Fangstopp für den östlichen Dorsch existenzgefährdend. Der Fisch werde in der Ostsee bis etwa Rostock gefangen. Schütt hofft auf eine Zusage Klöckners für Stillliege-Gelder, um die Zeiten der Fangverbote zu überbrücken.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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