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Polizeigewerkschaft verlangt zweite Einsatzhundertschaft

Boostedt  

Polizeigewerkschaft verlangt zweite Einsatzhundertschaft

09.07.2019, 12:22 Uhr | dpa

Die Deutsche Polizeigewerkschaft im Beamtenbund hat die Forderung nach einer zweiten Einsatzhundertschaft der Polizei in Schleswig-Holstein bekräftigt. CDU, Grüne und FDP hätten sich im Koalitionsvertrag zwar zu dieser Absicht bekannt, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Bisher seien aber seitens der Landesregierung keinerlei nennenswerte Bemühungen zu erkennen, um diese Absichtserklärung in die Tat umzusetzen. "Wenn es der CDU-geführten Regierung ernst damit ist, die Landespolizei zu entlasten und dementsprechend nicht gegen den eigenen Koalitionsvertrag zu verstoßen, müssen zügig erste Schritte zur Schaffung der zweiten Hundertschaft erfolgen."

Die bestehende Einsatzhundertschaft in Eutin nehme kontinuierlich Einsätze im gesamten Bundesgebiet wahr, die dortigen Beamten hätten teils hunderte von Überstunden angehäuft, heißt es zur Begründung. Größere Polizeieinsätze in Schleswig-Holstein, zum Beispiel bei Fußballspielen und Demonstrationen, müssten regelmäßig von sogenannten Optionshundertschaften wahrgenommen werden, die oft kurzfristig aus Beamten der Reviere und Stationen des Einzeldienstes zusammenstellt würden. Diese fehlten dann im Alltagsgeschäft der Polizei.

"Eine Entlastung durch eine zu schaffende zweite Hundertschaft ist dringend notwendig", resümierte die Polizeigewerkschaft. "Die Landespolizei braucht endlich eine verbindliche Zusage und einen klaren Zeitplan für die zweite Einsatzhundertschaft." Als Standort biete sich das Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne in Boostedt bei Neumünster an.

Innenminister Hans-Joachim Grote wurde vom Vorstoß der Polizeigewerkschaft offenkundig überrascht. Um das Ziel von 500 zusätzlichen Polizeivollzugskräften zu erreichen, seien von 2016 an bis 2020 die Einstellungszahlen erheblich angehoben worden, sagte der CDU-Politiker. Gerade erst sei der stärkste Jahrgang mit 250 neuen Kommissaren auf die Dienststellen verteilt worden. "Diese Verteilung dient der Personalverstärkung in den Bereichen Ermittlung, Prävention und Präsenz in der Fläche", sagte Grote. "Sie wurde einvernehmlich zwischen Behördenleitungen und Personalvertretungen vereinbart." Die Landespolizei prüfe darüber hinaus in seinem Auftrag die Aufstellung einer zweiten Einsatzhundertschaft unter Beleuchtung aller wesentlichen Aspekte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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