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Verband befürchtet mehr Betriebsaufgaben von Milchbauern

Mechernich  

Verband befürchtet mehr Betriebsaufgaben von Milchbauern

10.07.2019, 01:18 Uhr | dpa

Verband befürchtet mehr Betriebsaufgaben von Milchbauern. Viele NRW-Milchbauern geben auf

Hoher Wettbewerbsdruck hat viele Bauern dazu bewogen, Kühe abzugeben und ihren Milchbetrieb ganz aufzugeben. Foto: Oliver Berg/Archiv (Quelle: dpa)

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen befürchtet bei einer anhaltenden Trockenheit eine deutliche Zunahme des Höfesterbens. "Wenn sich die Dürre wie im letzten Jahr ausbreitet und das Preisniveau unverändert bleibt, werden wir wieder eine deutlich höhere Zahl an Betriebsaufgaben bekommen", sagte der Sprecher der Landesvereinigung, Frank Maurer.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes war die Zahl der Milchkuhhalter im Mai binnen eines Jahres um 4,1 Prozent auf 5463 gesunken. Auch im Statistikzeitraum zuvor waren es gut vier Prozent. Deutlich nach oben gegangen waren die Betriebsaufgaben laut dem Branchenverband zuletzt 2016/2017 mit einem Minus von rund acht Prozent. Niedrige Erlöse seien damals einer von vielen Gründen gewesen.

Auf die extreme Dürre 2018 hätten viele Milchbauern damit reagiert, dass sie Schlachtungen vorgezogen und ihren Viehbestand verkleinert hätten. "Nicht so leistungsstarke Tiere sind eher in die Schlachtung gegeben worden", erläuterte Maurer. Außerdem hätten Milchbauern Futter im vergangenen Winter zukaufen müssen. Aktuell könne wieder nur relativ wenig Futter geerntet werden. Das könnte wieder Zukäufe nötig machen.

Die Erlöse der Bauern seien mit durchschnittlich etwa 33 Cent je Kilogramm Rohmilch zwar relativ stabil. Dem stünden aber höhere Kosten unter anderem bei Futter gegenüber. Der Branchenverband will heute in Mechernich bei Köln über die Marktlage informieren. Der Vorstand der drittgrößten Molkereigruppe in Deutschland, Hochwald, will dort über den Baufortschritt der neuen Molkerei berichten. Der erste Spatenstich für das Werk war im Mai.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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