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Worms: "Überwältigung"-Premiere bei Nibelungen-Festspielen

Worms  

Worms: "Überwältigung"-Premiere bei Nibelungen-Festspielen

10.07.2019, 06:32 Uhr | dpa

Neues Heldenepos am Rhein: Vor dem Kaiserdom in Worms beginnen an diesem Freitag (20.30 Uhr) mit der Premiere des Stücks "Überwältigung" die diesjährigen Nibelungen-Festspiele. Auf der Freiluftbühne vor der Nordseite tritt das hochkarätige Ensemble, zu dem unter anderem Schauspiellegende Klaus Maria Brandauer ("Mephisto") und Ex-"Tatort"-Kommissar Boris Aljinovic gehören, bis zum 28. Juli an 16 Tagen auf. Unter Intendanz von Nico Hofmann führt Lilja Rupprecht die Regie. Das Stück stammt von Autor Thomas Melle.

"Überwältigung" erzählt die Nibelungen-Geschichte sozusagen vom Ende her. Es beginnt mit dem blutigen Showdown am Hof von Hunnenkönig Etzel, der, wie es der Mythos will, Tod und Vernichtung der Burgunder zur Folge hat. Doch plötzlich begehren die Toten auf - und Melle erzählt die Geschichte von neuem. Von nun an spielen die Figuren gegen ihr Schicksal an. "Gebt mir einen neuen Anfang", heißt es dementsprechend recht schnell zu Beginn des Stücks.

Die Nibelungen gehören zu den Lieblingssagen der Deutschen. Als eine zentrale Figur gilt der heldenhafte Kämpfer Hagen, der von Brandauer verkörpert wird. Aljinovic spielt Gernot, einen Burgundenherrscher. Der Ort der Festspiele ist historischer Boden: Eine Schlüsselszene der Sage, der Streit der Königinnen, spielt auf der Nordseite des Kaiserdoms in Worms - wo die Bühne mit etwa 1300 Plätzen steht.

"Der Stoff ist alt, die Botschaft aber hochaktuell", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) vor kurzem bei einem Besuch der Proben in Worms. Sie nannte die Festspiele "das bekannteste Kulturereignis in Rheinland-Pfalz" und ein herausragendes Beispiel für die kulturelle Vielfalt des Landes. "Bildstark und sprachgewaltig mit einem herausragenden Ensemble versprechen die Festspiele 2019 ein Ereignis der Superlative zu werden", meinte Dreyer. Die Landesregierung unterstützt die Veranstaltung mit jährlich 650 000 Euro. Im Kuratorium sitzt auch Schauspieler Mario Adorf (88).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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