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Gögel: Rechte Hardliner könnten Partei zerstören

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Gögel: Rechte Hardliner könnten Partei zerstören

11.07.2019, 05:01 Uhr | dpa

Gögel: Rechte Hardliner könnten Partei zerstören. Bernd Gögel (AfD)

Bernd Gögel, Vorsitzender der AfD in Baden-Württemberg. Foto: Uli Deck/Archivbild (Quelle: dpa)

AfD-Landeschef Bernd Gögel hält die rechten Hardliner um Björn Höcke für eine existenzielle Bedrohung für die Partei. Mitglieder wie der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke haben aus seiner Sicht das Potenzial, die AfD zu zerstören und zu zerreißen. "Ich hoffe nicht, dass es soweit kommt, aber die Möglichkeit besteht", sagte Gögel der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. "Ein Risikopotenzial ist da immer drin, bei einer jungen Partei sowieso." Der Ursprung der Schlammschlachten und Grabenkämpfe in mehreren Landesverbänden liege vermutlich in Thüringen. "Dieses Stempeln und Spielen halte ich für absolut schädlich, das kann zu einer Katastrophe führen."

Viele Wahlen stünden demnächst an, Parteimitglieder aus dem rechten Lager wollten sich derzeit in Position bringen. "Burladingen, Greding, Kyffhäuser - das ist ja eine Kausalkette", sagte Gögel mit Blick auf Treffen von AfD-Rechten in der jüngeren Vergangenheit.

Gögel gehört zu den Unterzeichnern eines Appells gegen Höcke. In dem bislang von mehr als 100 Mandatsträgern und Funktionären unterzeichneten Schreiben heißt es: "Mit seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen am Sonnabend hat Björn Höcke die innerparteiliche Solidarität verletzt und ist damit unseren Wahlkämpfern und Mitgliedern in den Rücken gefallen." Der überwiegende Teil der Mitgliedschaft lehne zudem den "exzessiv zur Schau gestellten Personenkult" um Höcke ab. Die Unterzeichner halten fest: "Die AfD ist und wird keine Björn-Höcke-Partei".

Höcke hatte am Samstag beim jährlichen "Kyffhäusertreffen" des von Höcke gegründeten rechtsnationalen "Flügels" in der AfD auf den Bundesvorstand und die "Spalter" in der Partei geschimpft. Gögel sagte, es sei wichtig, mit dem Appell gegen Höcke ein Zeichen zu setzen. Weitere Politiker aus dem Südwesten haben den Appell unterzeichnet, etwa die Landtagsabgeordneten Stefan Herre oder Anton Baron. Der Flügel hat auch Anhänger im Südwesten.

Auch durch den baden-württembergischen Landesverband geht ein tiefer Riss. In der Landtagsfraktion ringen gemäßigte Kräfte und Abgeordnete vom rechten Rand seit Monaten um die Macht. Und im Landesvorstand tobt ein heftiger Konflikt. Die Mehrheit der Vorstandsmitglieder um Landeschef Bernd Gögel steht dabei gegen Co-Sprecher Dirk Spaniel. Abstimmungen über Abwahlanträge und stundenlange Wortgefechte brachten auf dem Parteitag in Pforzheim Anfang Juni keine Lösung. Die Zeichen stehen auf Konfrontation. Ein weiterer Sonderparteitag für den Herbst wurde bereits beantragt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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