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Baugewerkschaft fordert mehr Wohnungsbau

Rostock  

Baugewerkschaft fordert mehr Wohnungsbau

11.07.2019, 12:21 Uhr | dpa

Im Nordosten müssten nach Ansicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mehr Wohnungen gebaut werden. Da sei noch deutlich Luft nach oben, sagten die Bezirksvorsitzenden der Gewerkschaft, Jörg Reppin und Wolfgang Ehlert, am Donnerstag. "Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen", sagten sie.

Dazu müssten die steuerlichen Abschreibungen für den Mietwohnungsbau von zwei auf drei Prozent erhöht werden und die staatliche Förderung für den sozialen Wohnungsbau bundesweit auf mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. Tatsächlich betrage die Förderung derzeit nur 1,5 Milliarden Euro und solle im nächsten Jahr auf eine Milliarde gesenkt werden. Zudem fielen jährlich 80 000 Sozialwohnungen aus der Mietpreisbindung, mehr als neu gebaut würden.

Den Gewerkschaftern geht es aber nicht nur um eine Entspannung des vielerorts schwierigen Wohnungsmarkts, sondern auch um die Interessen der Baubranche. "Der Bau braucht eine Perspektive. Und die bekommt er durch eine dauerhaft wirksame und verlässliche Förderung", sagte Reppin. Die Branche brauche Gewissheit, dass alles, worin sie heute investiere, auch in zehn Jahren noch gebraucht werde. "Es ist fatal, die Wohnungsbaupolitik von Wahl zu Wahl zu planen, statt verlässliche und wirksame Rahmenbedingungen zu schaffen."

In MV sind im vergangenen Jahr 5435 Wohnungen neu gebaut worden. Das waren zwar fast 300 mehr als im Jahr zuvor, aber weniger als 2016 und den beiden Jahren davor, wie aus einem früheren Bericht des Statistischen Landesamts hervorgeht. Nur 68 Sozialwohnungen seien darunter gewesen. Sehr beliebt waren Einfamilienhäuser, von denen 2137 Stück gebaut wurden. Dies war der höchste Stand seit 2012.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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