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Frau erwürgt: Ehemann schweigt vor Gericht

Duisburg  

Frau erwürgt: Ehemann schweigt vor Gericht

12.07.2019, 13:12 Uhr | dpa

Frau erwürgt: Ehemann schweigt vor Gericht. Bronzestatue der Justitia

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein 51 Jahre alter Mann aus Dinslaken muss sich seit Freitag vor Gericht verantworten, weil er seine Ehefrau getötet und anschließend ihren Selbstmord vorgetäuscht haben soll. Laut Anklage soll er die 52-jährige Frau in der Nacht auf den 13. Januar 2019 im Bett erwürgt und ihr danach Kabelbinder um den Hals gezogen haben. Zum Prozessauftakt vor dem Duisburger Landgerichtgericht hat der Ehemann zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Totschlag.

Nach Aussagen einer Rechtsmedizinerin ist eine Selbsttötung ausgeschlossen. Die Kabelbinder seien mit absoluter Sicherheit erst nach dem Tod der 52-Jährigen angelegt und zugezogen worden. "Es handelt sich eindeutig um postmortale Verletzungsbilder", so die Gutachterin im Prozess. Zudem seien Abdrücke am Hals der Getöteten festgestellt worden, die zu Fingerabdrücken passen würden.

Nach der Tat war auch der 17-jährige Sohn unter Verdacht geraten. Er war spät in der Nacht nach Hause gekommen und hatte sich schlafen gelegt. Der Polizei hat er später erzählt, dass er nicht wisse, was passiert sei.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte nach drei Uhr in das gemeinsame Schlafzimmer gegangen ist und seiner Frau zunächst brutal ins Gesicht geschlagen hat. Anschließend soll der 51-jährige Deutsche sie so lange gewürgt haben, bis seine Frau verstorben war. Laut Rechtsmedizinerin hat er der 52-Jährigen dabei möglicherweise auch einen weichen Gegenstand in den Mund gestopft.

Das Duisburger Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch fünf Verhandlungstage bis zum 6. September vorgesehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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