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Winzlinge als Arznei-Transporter: Tagung zu Nano-Medizin

Jena  

Winzlinge als Arznei-Transporter: Tagung zu Nano-Medizin

15.07.2019, 10:55 Uhr | dpa

Winzlinge als Arznei-Transporter: Tagung zu Nano-Medizin. Chemiker Ulrich Schubert

Chemiker Ulrich Schubert. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei der Behandlung von Entzündungen mit Antibiotika setzen Wissenschaftler Hoffnungen in mikroskopisch kleine Transportbehälter für Arzneiwirkstoffe. Mithilfe sogenannter Nano-Container sollen Medikamente zielgenau an den Entzündungsherd im Körper gebracht werden, wie der Chemiker Ulrich Schubert von der Universität Jena der Deutschen Presse-Agentur sagte. So ließen sich zum Beispiel unerwünschte Nebenwirkungen durch eine vorzeitige Freisetzung der Wirkstoffe im Körper verhindern. Schubert leitet eine internationale Fachtagung mit 130 Wissenschaftlern zu Nanopartikeln in der Medizin, die am Montag in Jena begann.

Nanopartikel sind winzige Teilchen von einem Durchmesser bis zu 100 Nanometern. Ein Nanometer ist eine Million mal kleiner als ein Millimeter. Der Einsatz der Winzlinge in der Medizin wird seit einigen Jahren erforscht. In Jena beschäftigt sich ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 10 Millionen Euro geförderter Sonderforschungsbereich mit Therapiemöglichkeiten bei schweren Entzündungen. Eine ausgegründete Firma arbeitet an der Entwicklung von Nano-Containern für Wirkstoffe gegen Leberschäden nach einer Sepsis (Blutvergiftung).

"Bisher ist es ein Problem, dass manche als Antibiotika eigentlich geeignete Wirkstoffe vom Körper nicht aufgenommen werden können", erläuterte Schubert. "Etwa weil sie nicht in der Lage sind, die Immunabwehr des Körpers, die sie als Fremdkörper identifiziert, zu überwinden." Maßgeschneiderte Transportsysteme aus Kunststoffmolekülen (Polymere) sollen diese Hürden überwinden können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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