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Zukunftspakt für Görlitz will High Tech in die Stadt holen

Görlitz  

Zukunftspakt für Görlitz will High Tech in die Stadt holen

15.07.2019, 15:14 Uhr | dpa

Siemens will gemeinsam mit dem Land Sachsen und der Fraunhofer-Gesellschaft auf seinem Werksgelände in Görlitz einen sogenannten Innovationscampus entwickeln. Das Ziel bestehe darin, High-Tech-Firmen, Start-ups und Forschungsinstitute anzusiedeln, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Schwerpunkt liege dabei auf Schlagwörtern wie Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik sowie Werkstoff- und Fertigungstechnologien.

Die Absichtserklärung zum "Zukunftspakt für Görlitz" wurde am Montag im Beisein von Siemens-Chef Joe Kaeser von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer und einem Vertreter von Siemens signiert. Damit sollen Investitionen von etwa 30 Millionen Euro und 100 neue Jobs verbunden sein. Siemens und Fraunhofer wollen auf dem Campus ein Labor für Wasserstoffforschung aufbauen, in dem das Erzeugen, Speichern und die Nutzung von Wasserstoff untersucht werden sollen.

Kretschmer sprach im Anschluss von einem Meilenstein für die Entwicklung des Siemens-Standortes Görlitz und der Lausitz. "Mit diesem Zukunftspakt lösen wir unser Versprechen ein, den Strukturwandel der Lausitz aktiv mitzugestalten", erklärte Joe Kaeser. Bereits zuvor hatte der Konzern entschieden, dass Görlitz weltweiter Hauptsitz für industrielle Dampfturbinen wird. Damit waren zeitweilige Schließungspläne für das Werk endgültig vom Tisch.

Kaeser ging speziell auf die Wasserstofftechnologie ein. "Damit schaffen wir ein Ökosystem für eines der langfristig attraktivsten Zukunftsfelder, wenn es um Maßnahmen gegen den Klimawandel und damit auch um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Zukunftsindustrien geht." Nach der Vertragsunterzeichnung wollte am Nachmittag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Siemens in Görlitz besuchen.

"Siemens als DAX-Konzern und die Fraunhofer-Gesellschaft setzen mit uns auf Görlitz und die Lausitzer. Das stimmt mich zuversichtlich, die Lausitz als Forschungs- und Industriestandort in Deutschland nachhaltig zu stärken - von der Entwicklung bis zum Anlagenbau", betonte Kretschmer. Die Lausitz ist eine der Braunkohle-Regionen in Deutschland, der im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg bis 2038 ein Strukturwandel bevorsteht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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