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Besucheransturm auf Carl Malchins Mecklenburg-Bilder

Schwerin  

Besucheransturm auf Carl Malchins Mecklenburg-Bilder

16.07.2019, 15:36 Uhr | dpa

Besucheransturm auf Carl Malchins Mecklenburg-Bilder. Staatliches Museum Schwerin

Das Hauptgebäude des Staatlichen Museums in Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Die Mecklenburg-Bilder des Schweriner Malers Carl Malchin (1838-1923) sind ein Besuchermagnet. In den ersten zwei Wochen seit der Eröffnung der Sonderausstellung "Von Barbizon bis ans Meer - Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs" kamen bereits 1500 Besucher, wie eine Sprecherin des Staatlichen Museums Schwerin am Dienstag sagte. Allein zur Eröffnung am 4. Juli waren demnach 600 Gäste gekommen - so viele wie nie in den vergangenen Jahren.

Das Museum zeigt bis zum 6. Oktober mehr als 200 Gemälde, Zeichnungen und Ölskizzen vornehmlich mecklenburgischer Landschaften und Stadtmotive von Carl Malchin aus dem 19. Jahrhundert. Sie werden in Beziehung gesetzt zu Arbeiten von Zeitgenossen und Lehrern. Malchin hatte mit einem großherzoglichen Stipendium in Weimar studiert und wurde dort über seinen Lehrer Theodor Hagen von der französischen Malschule von Barbizon im Wald von Fontainebleau beeinflusst.

Malchin gilt als Begründer der mecklenburgischen Landschaftsmalerei. Er malte auf den ersten Blick unspektakuläre Szenen: eine schlammige Dorfstraße, gesäumt von Katen mit steilen Reetdächern, das verrauchte Innere eines Bauernhauses, eine der ersten Dampfmaschinen bei der Ernte auf dem Feld, Wäsche auf der Leine hinter der St.-Nikolai-Kirche in Rostock. Heute gewähren die Bilder einen Blick in die Vergangenheit in nächster Umgebung, die es so nicht mehr gibt. Zu entdecken sind Gemälde wie "Bootsbauer am Kölpinsee" aus dem Jahr 1907, "Sommer im Schweriner Schloßgarten" (1895), die "Kartoffelsammlerinnen in Markgrafenheide", ein "Alter Schuster" oder die "Winterlandschaft Neu-Brenz bei Neustadt-Glewe" (1876).

Kuratiert hat die opulente Ausstellung, die durch eine Diashow mit historischen mecklenburgischen Aufnahmen und einer witzigen Animation von Malchin-Gemälden auf einer großen Leinwand ergänzt wird, der Kunsthistoriker Tobias Pfeifer-Helke. Es war seine vorerst letzte Ausstellung für Schwerin. Seit 1. Februar ist er Stiftungsdirektor und Vorstand der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha (Thüringen).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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