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Eigene Oberstufe oder Kooperation? Schulen vor der Wahl

Magdeburg  

Eigene Oberstufe oder Kooperation? Schulen vor der Wahl

17.07.2019, 05:46 Uhr | dpa

Eigene Oberstufe oder Kooperation? Schulen vor der Wahl. Ein Schüler meldet sich während des Unterrichts

Ein Schüler meldet sich während des Unterrichts. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild (Quelle: dpa)

Sechs Jahre nach dem Start der Gemeinschaftsschulen starten die ersten Einrichtungen in die Oberstufe. Zwei der insgesamt 38 öffentlichen Gemeinschaftsschulen im Land richten dafür zum kommenden Schuljahr eine eigene Oberstufe ein, wie das Bildungsministerium auf Anfrage mitteilte. Es handelt sich um Schulen in Wolmirstedt und Aschersleben. Drei weitere Schulen wollen in Zukunft eine eigene Oberstufe einrichten. Die übrigen 33 bestehenden öffentlichen Gemeinschaftsschulen setzen dagegen auf eine Kooperation mit einem Gymnasium oder einer anderen Schule.

Gemeinschaftsschulen sind seit 2013 möglich. Die neue Schulform wurde unter dem damaligen SPD-Kultusminister Stephan Dorgerloh eingeführt. Die Idee: Alle Schüler lernen bis zur achten Klasse zusammen, erst danach trennen sich die Zweige je nach angestrebtem Abschluss. Eine Gemeinschaftsschule ermöglicht alle Arten von Abschlüssen vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Viele Sekundarschulen nutzten die Möglichkeit, sich in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Da die ersten Schulen 2013 mit einer fünften Klasse starteten, erreicht dieser Jahrgang nun die Oberstufe.

An Gemeinschaftsschulen in staatlicher Trägerschaft lernten im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr nach Angaben des Bildungsministeriums knapp 13 000 Schüler. Zu den bestehenden 38 Schulen sollen im kommenden Schuljahr drei weitere dazukommen. Im Vergleich dazu hatten Gymnasien rund 68 000 Schüler und Sekundarschulen etwa 35 000.

Für ein kleines Land wie Sachsen-Anhalt bestehe eine große Vielfalt an Schulformen, teilte das Ministerium weiter mit. Ziel von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sei es, keine Schulform zu bevorteilen oder zu benachteiligen. Eine Konkurrenz zwischen den Schulformen oder gar einen Verdrängungswettbewerb gelte es zu vermeiden.

Gemeinschaftsschulen hätten ihre Berechtigung, sagte ein Ministeriumssprecher. Für eine Bewertung, ob sich die Einführung der neuen Schulform bewährt habe, sei es aber noch zu früh. Erst in den kommenden Jahren werde sich zeigen, ob Gemeinschaftsschulen mit einer eigenen Oberstufe langfristig über genügend Schüler verfügen, um den Betrieb zu ermöglichen. Der Sprecher betonte: Welche Schule ein Kind besucht, liege einzig in der Entscheidung der Eltern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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