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Uniklinik Greifswald: Helikopter mit Blut zu Patienten

Greifswald  

Uniklinik Greifswald: Helikopter mit Blut zu Patienten

17.07.2019, 16:13 Uhr | dpa

Uniklinik Greifswald: Helikopter mit Blut zu Patienten. DRF-Helikopter

Ein Rettungshubschrauber der der DRF-Station in Greifswald. Foto: DRF Luftrettung (Quelle: dpa)

Vorreiter bei der Luftrettung: Der Hubschrauber der DRF Luftrettung in Greifswald hat seit Mittwoch Blut- und Plasmakonserven an Bord. Schwerverletzte Patienten mit hohen Blutverlusten sollen damit schon auf dem Transportweg in die Klinik eine Transfusion erhalten können, sagte der Projektleiter "Heliblut", der Notarzt Gregor Jenichen, zum Projektstart. Die Universitätsmedizin Greifswald sei die erste Klinik bundesweit, die diese Methode anwende. In anderen Ländern sei es seit Jahren üblich, dass das Blut zum Patienten fliegt. Jenichen erwartet, dass weitere Kliniken in Deutschland dem Beispiel folgen. Dass Greifswald sich dazu entschlossen habe, liege unter anderem an den langen Transportwegen in Mecklenburg-Vorpommern. Es gebe nur drei Traumazentren - neben Greifswald in Neubrandenburg und Rostock.

Der Rettungshubschrauber nimmt Jenichen zufolge täglich eine Kühlbox mit, in der drei Blut- und drei Blutplasmakonserven bei 4 Grad Celsius gekühlt werden. Das Blut der Blutgruppe Null, Rhesusfaktor positiv werde von allen Menschen vertragen. Die Transfusion im Helikopter ist laut Jenichen bei einer Transportdauer von mehr als 20 Minuten ratsam. Sie sei wichtig bei extremem Blutverlust, etwa einem Verkehrsunfall. "Wir rechnen mit fünf bis sechs Patienten pro Jahr in Greifswald", sagte der Notarzt.

Die nicht verbrauchten Blutkonserven gehen am Abend wieder zurück in den Bestand. Es sei getestet worden, dass sie sich beim Transport nicht verändern. Die Kosten seien dadurch übersichtlich.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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