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"Prediger von Buchenwald" vor 80 Jahren ermordet: Gedenken

Dickenschied  

"Prediger von Buchenwald" vor 80 Jahren ermordet: Gedenken

18.07.2019, 06:45 Uhr | dpa

"Prediger von Buchenwald" vor 80 Jahren ermordet: Gedenken. Erinnerung an den "Prediger von Buchenwald"

Kleine Steine liegen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf einem Gedenkstein. Foto: Martin Schutt/Archivbild (Quelle: dpa)

Noch aus der Arrestzelle heraus spendete der evangelische Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) seinen Mitgefangenen im Konzentrationslager Buchenwald Mut. 80 Jahre nach seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten erinnerte am Donnerstag ein ökumenischer Gottesdienst in der Gedenkstätte Buchenwald an den "Prediger von Buchenwald".

Der Pfarrer, als Mitglied der Bekennenden Kirche im Widerstand gegen das Nazi-Regime und seit Ende November 1937 in dem KZ bei Weimar inhaftiert, wurde dort am 18. Juli 1939 von einem Lagerarzt mit einer Medikamentenüberdosis getötet. Davor war er mehr als ein Jahr lang in einer Arrestzelle gefangengehalten und gefoltert worden.

Zum Gedenken auf dem Appellplatz des früheren Lagers kamen Mitglieder von Kirchengemeinden aus Thüringen, Hessen und den USA. Insgesamt erinnerten dort nach Angaben der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald mehr als 200 Menschen an den Geistlichen. "Paul Schneider hatte die Gabe, das richtige Wort und die rechte Tat an der richtigen Stelle einzusetzen", wird der Geistliche in der Predigt der evangelischen Regionalbischöfin Friederike Spengler gewürdigt, deren Text der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Begraben ist Schneider im rheinland-pfälzischen Ort Dickenschied, wo am Abend ebenfalls ein Gedenken geplant war.

Gedacht wurde in Buchenwald auch des österreichischen Priesters Otto Neururer, der dort am 30. Mai 1940 ermordet wurde. Der 1882 geborene katholische Geistliche hatte einen Mithäftling auf dessen Wunsch getauft. An Schneider und Neururer erinnert ein Gedenkraum im ehemaligen Arrestbau des KZ, in das die Nazis seit 1937 fast 280 000 Menschen aus ganz Europa verschleppt hatten. Rund 56 000 wurden ermordet oder starben durch Hunger, Zwangsarbeit und Krankheiten

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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