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Kein Mittel gegen das Fischsterben in der Schwarzen Elster

Herzberg (Elster)  

Kein Mittel gegen das Fischsterben in der Schwarzen Elster

19.07.2019, 12:09 Uhr | dpa

Nachdem in der Schwarzen Elster in Südbrandenburg eine Vielzahl von Fischen verendet ist, suchen die Behörden weiter nach Mitteln zur Lösung des Problems. "Wir arbeiten derzeit an Maßnahmen", sagte der Ordnungsdezernent des Landkreises Elbe-Elster, Dirk Gebhard am Freitag. Am Donnerstag hätte es Beratungen mit dem Landesamt für Umwelt, dem für Bergbau, Geologie und Rohstoffe und der Unteren Wasserbehörde gegeben. Das Vorhaben, kurzfristig etwas zu unternehmen, sei nicht gelungen. Wie viele Fische bislang gestorben sind, konnten die Behörden nicht sagen.

Auf einer Länge von etwa 25 Kilometern zwischen Plessa und Wahrenbrück (Elbe-Elster) ist eine Vielzahl von Fischen verendet. Verantwortlich soll eine unsachgemäße Einleitung von Grundwasser beim Bau der Eugal-Erdgastrasse sein. Dadurch sank nach Angaben der Unteren Wasserbehörde der PH-Wert des Wassers. Es habe eine starke Versauerung der Schwarzen Elster und ihrer Zuflüsse gegeben.

"Dort, wo das saure Wasser ist, sind keine Fische mehr, da ist kein Leben mehr möglich", sagte Gebhard. Das eingeleitete Grundwasser sei stark eisen-und sulfatbelastet. Da die Schwarze Elster wegen der anhaltenden Trockenheit nicht genügend Wasser führe, könne das Grundwasser nicht ausreichend verdünnt werden.

Nach Aussage des Ordnungsdezernenten hatte die Untere Wasserbehörde die Landesbehörden bereits Anfang des Jahres über das Problem informiert. "Wir sind auf Zuruf von Bürgern ausgerückt und haben Messungen vorgenommen und die Informationen weitergegeben." Warum das Landesamt für Umwelt erst im Juli reagiert habe, konnte Gebhard nicht sagen. Vom Leiter der Abteilung Wasser und Boden im Umweltministerium, Kurt Augustin, hieß es dazu, das Ministerium habe erst am 8. Juli von dem Vorgang erfahren. Mit Blick auf die Zuständigkeiten hatte er gesagt: "Das werden wir aufarbeiten."

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dieter Dombrowski, sprach von einem "Behördenversagen". Die Grünen bezeichneten das Fischsterben als "Umweltskandal erster Güte". Trotz frühzeitiger Informationen durch den Landkreis hätten die Landesbehörden nicht gehandelt.

Der Energieversorger Gascade, der für das Bauprojekt zuständig ist, will mit den Behörden bei der Lösung des Problems zusammenarbeiten. Seit etwa 14 Tagen lasse man das gehobene Grundwasser auf landwirtschaftlichen Flächen versickern, hieß es vom Betreiber der Gaspipeline in einer Mitteilung.

Als Sofortmaßnahme wurden nach Angaben des Landesamtes für Umwelt die toten Fische eingesammelt. Die Idee, Kalk in den Fluss einzustreuen, um das Wasser zu neutralisieren, wurde wieder verworfen. Jetzt werde überlegt, eine Wasseraufbereitungsanlage an der Mündung des Flusses zu installieren, erklärte Ordnungsdezernent Gebhard. Man sei mit Fachleuten in der Abstimmung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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