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Prozess um versuchte Tötung: Opfer von Angriff überrascht

Rostock  

Prozess um versuchte Tötung: Opfer von Angriff überrascht

19.07.2019, 17:04 Uhr | dpa

Prozess um versuchte Tötung: Opfer von Angriff überrascht. Das Schild am Landgericht Rostock

Hinweisschild am Landgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess wegen zweifachen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen einen 28 Jahre alten Mann aus Rostock hat am Freitag das erste Opfer ausgesagt. Die 33-jährige Angestellte berichtete als Zeugin vor dem Landgericht Rostock, sie sei von dem Angriff des Angeklagten vollkommen überrascht worden. Er hatte sich Ende Oktober 2018 mit ihr über ein Erotik-Portal im Internet für eine bezahlte erotische Massage in seiner Wohnung verabredet. Nachdem sie sich bereits längere Zeit bei ihm aufgehalten hatte, stand er auf einmal mit einem Messer und Klebeband in den Händen ihr gegenüber. "Ich dachte, der hat einen Knall", sagte die Zeugin. Vorher hatte sie keinen Anlass gehabt, argwöhnisch zu werden. "Ich hatte keine Angst."

Sie habe versucht zu fliehen, wobei er sie würgte, mit dem Messer verletzte und ihr letztlich ein Sprunggelenk brach, bevor sie sich zu einer Nachbarin retten konnte. Die Zeugin sagte, sie hätte nicht den Eindruck gehabt, dass der Angreifer sie erstechen wollte. Möglicherweise wollte er sie erwürgen, vermutete sie auf Nachfrage des Gerichts.

Trotz der Ermittlungen durch die Polizei blieb der Angeklagte anschließend auf freiem Fuß. Er kam erst in Untersuchungshaft, nachdem er im Januar 2019 auf ähnliche Weise eine 40 Jahre alte Frau in seiner Wohnung angriffen haben soll. Auch diese Frau hatte er laut Staatsanwaltschaft ebenfalls über das Erotik-Portal kontaktiert.

Am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte angegeben, er könne sich an viele Details der beiden Abende nicht erinnern. Was er darüber aus Berichten seiner Verteidiger oder von der Polizei wisse, stellte er jedoch nicht in Abrede. Der Prozess wird am 8. August fortgesetzt. Dann soll das zweite Opfer als Zeugin vernommen werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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