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Maßregelvollzug: 344 Menschen in Kliniken untergebracht

Hildburghausen  

Maßregelvollzug: 344 Menschen in Kliniken untergebracht

20.07.2019, 09:53 Uhr | dpa

Maßregelvollzug: 344 Menschen in Kliniken untergebracht. Richterhammer

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

344 Menschen sind in Thüringen auf Anordnung eines Strafrichters in einer Psychiatrie untergebracht. Die Zahl ist nach Auskunft des Gesundheitsministeriums seit Jahren relativ gleich. 2018 waren es 341 Patienten, 2015 waren es 336.

In Thüringen gibt es drei Kliniken für Forensische Psychiatrie, wo der Maßregelvollzug umgesetzt wird: in Stadtroda, in Mühlhausen und in Hildburghausen.

Ein Gericht ordnet die Unterbringung an, wenn erwachsene Menschen erhebliche Straftaten begehen und wegen einer psychischen Erkrankung nicht oder eingeschränkt schuldfähig sind. Die Einweisung dient sowohl der Behandlung und Sicherung der Patienten als auch der Verhütung von Verbrechen.

Mit einer Entlassung können Betroffene erst rechnen, wenn Gutachter sie als ungefährlich eingestuft haben. Im Extremfall müssen Patienten ihr Leben lang in der Psychiatrie bleiben.

Damit das Gericht entscheiden kann, ob ein Beschuldigter schuldunfähig ist und damit in eine Psychiatrie kommt, wird die Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters herangezogen.

Für Diskussionen sorgte vor kurzem die Anordnung des Landgerichts Gera, den 24-Jährigen aus Vietnam, der seinen Kommilitonen mit einem Hammer erschlagen hatte, in einer Psychiatrie unterzubringen. Das Gericht hatte befunden, dass der Mann wegen Schizophrenie nicht schuldfähig sei. Die Nebenklage hat dagegen Revision eingelegt - mit dem Argument, dass der Beschuldigte die Tat geplant und sich mit gezielten Internetrecherchen darauf vorbereitet hatte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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