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Trotz Batteriestreits: Ulm feiert Schwörmontag

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Trotz Batteriestreits: Ulm feiert Schwörmontag

22.07.2019, 01:03 Uhr | dpa

Trotz Batteriestreits: Ulm feiert Schwörmontag. Schwörmontag Ulm

Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) spricht vor zahlreichen Zuhörern. Foto: Stefan Puchner/Archiv (Quelle: dpa)

Zehntausende Ulmer haben den mehr als sechs Jahrhunderte alten Brauch des Schwörmontags ausgelassen gefeiert - trotz allen Ärgers über die Niederlage im Batteriestreit gegen das westfälische Münster. Für Trost und Ermunterung sorgten neben anderen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Oberbürgermeister Gunter Czisch (beide CDU). Das Land werde gemeinsam mit Ulm ein eigenes Konzept für die Batterieforschung erarbeiten, versprach die Ministerin am Montag: "Wir werden Münster zeigen, dass wir schneller sind und dass wir besser sind - und das ist die richtige Antwort."

Ähnlich äußerte sich der Rathauschef in seiner traditionellen Schwörrede. Dabei leistete Czisch den althergebrachten Ulmer Schwur, "Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein". Der Eid Ulmer Stadtoberhäupter auf die Stadtverfassung, sich für das Wohlergehen aller Bürger gleichermaßen einzusetzen, geht auf eine mehr als 620 Jahre alte Tradition zurück.

Czisch betonte den Beitrag der Forscher in der Ulmer Wissenschaftsstadt zur Entwicklung von Zukunftstechnologien. "Deshalb hätten wir es mehr als verdient, den Zuschlag für die Batterieforschungsfabrik zu bekommen", sagte er. Das Bundesforschungsministerium hatte sich im Juni für Münster als Standort der Forschungsfabrik entschieden. Das habe überall in Deutschland Kopfschütteln ausgelöst, sagte Hoffmeister-Kraut unter Hinweis auf die nach ihrer Darstellung eindeutig besseren wissenschaftlich-technischen Voraussetzungen Ulms.

Beim fröhlichen Höhepunkt des Schwörmontags war der Batteriestreit aber höchstens noch ein Wermutstropfen: Tausende planschten am Nachmittag beim Wasserkarneval "Nabada" (Schwäbisch für "Hinunterbaden") ausgelassen in Motiv-Booten, Flößen und Schlauchbooten die Donau hinab. Noch weit mehr Menschen jubelten ihnen an den Flussufern in Ulm und im benachbarten bayerischen Neu-Ulm zu.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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