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Kramp-Karrenbauer hofft auf "ungeschönten" Soldaten-Bericht

Celle  

Kramp-Karrenbauer hofft auf "ungeschönten" Soldaten-Bericht

24.07.2019, 02:24 Uhr | dpa

Kramp-Karrenbauer hofft auf "ungeschönten" Soldaten-Bericht. Amtseinführung von Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU und neue Verteidigungsministerin bei ihrer Amtseinführung. Foto: Wolfgang Kumm (Quelle: dpa)

Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei ihrem ersten Truppenbesuch als Verteidigungsministerin den Austausch mit Soldaten und Ausbildern gesucht. Im niedersächsischen Celle sagte die CDU-Chefin am Mittwoch, sie hoffe auf "einen ungeschönten und offenen Bericht der Experten" zur Lage der Bundeswehr - das seien für sie diejenigen, die die Ausbildung durchlaufen und durchführen.

"Ich will wissen, wie die Soldatinnen und die Soldaten, aber auch die Ausbilder, ihre Arbeitsbedingungen empfinden", sagte die Ministerin, die erst wenige Stunden zuvor in Berlin ihren Amtseid abgelegt hatte. In der Immelmann-Kaserne sah sie sich an, wie Feldwebel- und Unteroffizieranwärter im Umgang mit dem Gewehr G36 und der Pistole P8 geschult wurden.

In Celle werden laut Bundeswehr jedes Jahr mehr als 1000 Soldaten ausgebildet - und damit ein Drittel der Feldwebel- und Unteroffizieranwärter des gesamten Heers. "Das ist das Rückgrat der Bundeswehr. Das sind diejenigen, die die Bundeswehr auch tragen", sagte Kramp-Karrenbauer. Mehr als 30 Millionen Euro würden daher in den Standort investiert.

Bei der Sondersitzung des Bundestags in Berlin hatte Kramp-Karrenbauer zuvor die Zuverlässigkeit Deutschlands in der Nato betont und mehr Geld für die Verteidigung gefordert. Zudem solle die Sichtbarkeit der Bundeswehr erhöht werden - auch mit öffentlichen Gelöbnissen zum Gründungstag der Bundeswehr am 12. November. "Das wäre ein starkes Signal und ein starkes Zeichen der Anerkennung für unsere Soldatinnen und Soldaten", sagte sie.

Öffentliche Gelöbnisse werden immer wieder von Protesten begleitet. In Celle sei die Bundeswehr hingegen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sagte die Ministerin am Abend. Stadt und Gemeinden hätten den Bundeswehr-Standort geradezu "adoptiert": "So wie das hier ist, so würde ich mir das an vielen anderen Stellen in Deutschland auch wünschen."

Der Posten der Verteidigungsministerin war frei geworden, weil Ursula von der Leyen vom Europaparlament zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt wurde. Die Entscheidung für Kramp-Karrenbauer kam überraschend. Bis wenige Tage zuvor hatte sie einen Eintritt ins Kabinett ausgeschlossen. Die 56-Jährige gilt als aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Angela Merkel im Kanzleramt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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