Sie sind hier: Home > Regional >

Hier kühlt Hessen runter, hier schwitzt Hessen

Offenbach am Main  

Hier kühlt Hessen runter, hier schwitzt Hessen

25.07.2019, 09:34 Uhr | dpa

Hier kühlt Hessen runter, hier schwitzt Hessen. Sommerhitze

Ein Badegast springt vom 10-Meter-Turm in einem Freibad. Foto: Friso Gentsch (Quelle: dpa)

Trotz Temperaturen von knapp 40 Grad gibt es in Hessen Orte, an denen Hitzegeplagte - zumindest ein wenig - Abkühlung finden. An anderen scheint die Luft hingegen zu flirren, Arbeiten findet dort am Limit statt. Eine kleine Auswahl:

HIER KÜHLT HESSEN RUNTER

BERGLUFT: Wer der Hitze entfliehen möchte, kann sich auf Hessens höchsten Berg begeben. Auf der 950 Meter hoch gelegenen Wasserkuppe in der Rhön ist es gewöhnlich nicht so ganz so warm, wie an anderen Orten im Land. Am Donnerstagmittag wurden dennoch mehr als 30 Grad gemessen. Ein Benefit: Man kann von dort aus bei strahlend blauem Himmel die Weitsicht im Drei-Länder-Eck genießen. Zudem kann man sich bei Abfahrten auf Rodelbahnen den Wind um die Nase wehen lassen. Weitere Berge, auf denen es weniger heiß ist: der Hoherodskopf im Vogelsberg und der Feldberg im Taunus, wo es am Donnerstag 33 Grad waren, wie der Deutscher Wetterdienst mitteilte.

TROPFSTEINHÖHLE: Wenn es draußen brüllend heiß ist, bieten Hessens Tropfsteinhöhlen ein angenehmes Klima, etwa die Kristallhöhle in Kubach oder die Schauhöhle Breitscheid. In Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) können in der Teufelshöhle Stalaktiten und Stalagmiten und andere Höhlengebilde besichtigt werden. Das Gute daran: Dort herrschen nur sieben bis elf Grad, ganzjährig. Eine übliche Führung - auch zur Erkundung der Fledermaus-Vorkommen - dauert etwa 30 Minuten, warme Kleidung wird empfohlen.

KÄLTEKAMMER: In der Spessart Therme Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) können mutige Besucher in eine Kältekammer, in der bis zu minus 110 Grad herrschen. Dort verbleibt man etwa zwei bis drei Minuten. Hände, Füße und Ohren werden vorsorglich gegen die klirrende Kälte geschützt. Gedacht ist das Icelab aber für die Behandlung chronischer Schmerzen wie etwa Rheuma. Vor dem Besuch in der Kältekammer sollte man die Verträglichkeit abklären lassen und sich im Zweifelsfall mit einem Arzt abstimmen.

"SENIORENTANKSTELLE": Der Wiesbadener Geschäftsmanns Frank-Ivo Lube bietet älteren Menschen ein kostenloses Glas Wasser in seinem klimatisierten Laden an. Ein großes Schild an der Eingangstür lädt dazu ein und warnt gleichzeitig: "Dehydration gefährdet Ihr Leben und Ihre Gesundheit". "Ich bin wegen meiner 78-jährigen Mutter auf diese Idee gekommen - einer notorischen Nicht-Trinkerin", berichtet Lube. Das Schild habe er vor rund zwei Wochen das erste Mal aufgehängt. Rund zehn Menschen am Tag nähmen das Angebot der "Seniorentankstelle" an, meist am Nachmittag.

WASSERSPIELE: Pünktlich zum vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle hat die Stadt Frankfurt am Donnerstag ihren Wasserspielplatz im Scheerwald wiedereröffnet. Die beliebte Anlage war rund zwei Jahre lang gesperrt und wurde während dieser Zeit für 1,2 Millionen Euro komplett erneuert. Zwischen großen Findlingen und Betonschollen schießen den Angaben zufolge jetzt wieder kühle Wasserfontänen in die Höhe. Einziger Wermutstropfen: Rasen und Toiletten stehen noch nicht zur Verfügung. Beliebt zur Abkühlung sind auch die Springbrunnen am Walther-von-Cronberg-Platz und dem Rathenauplatz in der Innenstadt.

KLO-SPÜLUNG: In der Gießener Innenstadt gibt es ins Straßenpflaster eingelassene Mini-Springbrunnen - Kinder nutzen die kleinen Fontänen als Wasserspielplatz, Erwachsene können sich zumindest nasse und damit angenehm kühle Füße holen. Wem das nicht reicht, kann sich einige Meter weiter unter einer als "Elefanten-Klo" bekannten Fußgängerbrücke eine Dusche gönnen: Dort ist quasi eine "Spülung" eingebaut, ein Wasserspiel in Form eines Regenvorhangs.

SALZLUFT: Wem angesichts der tropischen Temperaturen das Meer fehlt, findet in Bad Nauheim in der Wetterau ein Hauch maritimes Klima. Dafür sorgen Gradierwerke. Wer sich in ihrer Nähe aufhält, den umweht eine frische, salzige Luft. Wer ganz nah rangeht, bekommt zusätzlich eine Dosis erfrischendes Spray ab. Möglich macht es das Funktionsprinzip der Bauwerke: Sole, also salzhaltiges Wasser, tröpfelt meterhohe Wände aus Reisigbündeln hinab, zerstäubt und verdunstet.

HIER SCHWITZT HESSEN

RHEIN-MAIN: Temperaturen um die 40 Grad wurden am Donnerstag im Rhein-Main-Gebiet erwartet. Besonders heiß sollte es auch in der Wetterau und an der Bergstraße werden. "Das sind die Hitzepole in Hessen", wie Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst sagte.

FLUGHAFEN: Besonders auf dem Vorfeld am Frankfurter Flughafen, wo die Maschine beladen werden, herrscht eine Gluthitze. Die Luft flimmert und zu den normalen Temperaturen kann man getrost bis zu zehn Grad hinzurechnen, wie es aus dem Abfertigungsbereich heißt. Die mehr als 3000 Mitarbeiter in den Bodenverkehrsdiensten müssen dann besonders viel trinken. Dafür sind eigens Getränkewagen unterwegs.

BAUSTELLEN: Erbarmungslos brennt die Sonne herunter auf all die Bauarbeiter, die derzeit auf Hessens Straßen und an Gebäuden tätig sind. Ein (schwacher) Trost: Der Schutzhelm auf dem Kopf kann zugleich als Sonnenschutz dienen.

SAUNA: 70, 80, 90 Grad und noch heißer - beim Aufguss in der Sauna werden auch die routiniertesten Bademeister derzeit auf die Probe gestellt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal