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Brand in Schweinestall: Tierschützer stellen Strafanzeige

Zierzow  

Brand in Schweinestall: Tierschützer stellen Strafanzeige

25.07.2019, 14:44 Uhr | dpa

Brand in Schweinestall: Tierschützer stellen Strafanzeige. Peta

Ein Demonstrant der Tierschutzorganisation Pet hält ein Schild mit der Schrift "Hört auf, uns zu qäulen!" Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Feuer in einer Schweinemastanlage mit 2500 toten Tieren in Kolbow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin bestätigte am Donnerstag den Eingang der Anzeige. Nach ihren Angaben laufen bereits Ermittlungen zur Brandursache. Dazu sei auch ein Sachverständiger herangezogen worden. Ergebnisse lägen aber noch nicht vor.

Das Feuer in der mit rund 6000 Mastschweinen besetzten Stallanlage war am Montagmorgen ausgebrochen. Gut 100 Feuerwehrleute brauchten bis zum Mittag, bis sie den Brand gelöscht hatten. Etwa 3500 Tiere konnten durch Einsatzkräfte und Helfer ins Freie gebracht werden und überlebten. Der Gesamtschaden wurde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Peta vermutet unzureichenden Brandschutz in den Ställen und wirft den Verantwortlichen vor, sie hätten möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. "Jedes Tier, das bei einem Stallbrand stirbt, wird grob fahrlässig getötet", erklärte Peta-Fachreferentin Lisa Kainz. Zudem sei es unmöglich, Soforthilfe zu leisten, wenn Tausende Tiere in einem Stall eingesperrt sind.

Nach Ansicht der Tierschützer ist in den bestehenden Brandschutzverordnungen der Schutz der Tiere nur unzureichend geregelt. Der Tierschutzbund hatte als Reaktion auf den folgenreichen Brand in Kolbow bereits seine Forderungen nach kleineren Beständen und anderen Haltungssystemen erneuert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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